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Der Einfluß der Erbschaftsbesteuerung auf die Vorteilhaftigkeit einer Investition

  • Horst Albach

Zusammenfassung

Die Diskussion um die Erbschaftsbesteuerung ist durch das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium zur Reform der direkten Steuern erneut angeregt worden. Dabei ist wiederum besonders deutlich geworden, in welchem Maße sich gesellschaftspolitische, f amilienpolitische, steuerpolitische und wettbewerbspolitische Gesichtspunkte in der Begründung der Erbschaftsteuer durchdringen.

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Referenzen

  1. 47).
    Vgl. Bühler, O., Lehrbuch des Steuerrechts, II. Bd., Einzelsteuerrecht, Berlin 1938, S. 245.Google Scholar
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    Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium zur Reform der direkten Steuern, a. a. O., S. 72Google Scholar
  3. 49).
    Vgl. hierzu auch Klein, R. C, Marktwirtschaft und Finanzsystem, Grundansichten über das rationale Finanzsystem einer funktionsfähigen Marktwirtschaft, Stuttgart 1966, vor allem S. 111.Google Scholar
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  5. 51).
    Das Institut „Finanzen und Steuern“hat darauf hingewiesen, daü fur das Erbschaftsteuer- gesetz vom 3. 6. 1966 nur fiskalische Erwägungen mafîgebend gewesen seien: „Steuerrechts - systematische Gründe zur Rechtfertigung der Erbschaftsteuer enthält die Begrtindung zur Vorlage des Erbschaftsteuergesetzes nient.“Vgl. Institut „Finanzen und Steuern“e. V., Die Erbschaftsteuer im Vergleich mit den Erbschaftsteuern westeuropàischer Staaten, (Bonn), o. J., S. 5. Aber schon die Diskussion uber dieses Gesetz zeigt, dafi die Formen der Deckung des Finanzbedarfs durch den Staat gesellschaftspolitische Relevanz haben. Das gilt in besonderem MaCe von der Erbschaftsteuer.Google Scholar
  6. 52).
    Gesetz betreffend die Ordnung des Reichshaushaltes und die Tilgung der Reichsschuld vom 3. Juni 1906, RGB1. 1906, S. 620. Das Erbschaftsteuergesetz ist in der Anlage 4 enthalten, RGB1. 1906, S. 654.Google Scholar
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    RGB1. 1919, S. 1543.Google Scholar
  8. 54).
    Der Wissenschaftliche Beirat weist bei seinem Vorschlag, „den Wert des Vermögens des Erben bei der Bemessung der Erbschaftsteuer zu berücksichtigen“, ausdrticklich auf das Erbschaftsteuergesetz von 1919 hin. Vgl. Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesfinanzmini- sterium, a. a. O., S. 73.Google Scholar
  9. 55).
    RGB1 1922, I, S. 610.Google Scholar
  10. 56).
    RGB1 1925, I, S. 320.Google Scholar
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  13. 58).
    Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesfinanzministerium, a. a. O., S. 79.Google Scholar
  14. 59).
    Vgl. oben S. 251 ff. Da der Beirat Nichtabzugsfähigkeit und Einmalbesteuerung vorschlàgt, sind jeweils die Spalten „ohne Abzugsfàhigkeit“in den Tabellen 80 bis 97 maßgebend.Google Scholar
  15. 60).
    Vgl. z. B. die allgemeine Sterbetafel für die Bundesrepublik Deutschland 1949/51 in: Wirtschaft und Statistik 1953, Heft 1, Statistische Monatszahlen, S. 4 und S. 5; wiederabgedruckt in: Wirtschaftsprüfer-Handbuch 1968, Düsseldorf 1968, S. 1939 und die allgemeine Sterbetafel für die Bundesrepublik Deutschland 1960/62 in: Wirtschaft und Statistik 1964, Heft 7, Statistische Monatszahlen, männliche Bevölkerung, S. 396, weibliche Bevölkerung, S. 398. Diese Sterbetafel wurde später berichtigt. Vgl. allgemeine Sterbetafel 1960/62, Bundesgebiet ein-schliefilich Berlin (West), Wirtschaft und Statistik 1965, Heft 2, männliche Bevölkerung, S. 64 weibliche Bevölkerung, S. 66.Google Scholar
  16. 61).
    Die tatsàchlichen jähr lichen Zahlungen, die im Rahmen einer Erbschaftsteuerversicherung zu zahlen sind, ergeben sien aus der vorstehend wiedergegebenen Tabelle 136 a, die die Ver-sicherungstarife einer Versicherungsgesellschaft enthält. Dabei ist X das Alter des Ver-sicherten im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Das Endalter gibt an, bis zu welchem Lebensjahr von dem Versicherten Prämien gezahlt werden sollen, falls nicht der Todesfall vorher eintritt. Die Prämienangaben verstehen sich in Promille der Versicherungssumme. Bei Versicherungssummen über 40 000,— DM reduzieren sich die Prämien um 0,2%>.Google Scholar
  17. 62).
    Vgl. oben S. 239 ff.Google Scholar
  18. 63).
    Vgl. Wirtschaftsprüfer-Handbuch 1968, a. a. O., S. 1939.Google Scholar
  19. 64).
    Es ist symptomatisch, dafi das Hoppenstedt-Archiv der Unternehmer in der Bundesrepublik, in dem auch Gesellschafter von Personengesellschaften und Inhaber von Einzelfirmen stark berticksichtigt sind, den Namen „Leitende Männer der Wirtschaft und der dazu gehörigen Verwaltung“trägt.Google Scholar
  20. 65).
    Vgl. das Rundschreiben R 4/67 -1 - A - 139/67 des Bundesaufsichtsamtes fur das Versiche-rungs- und Bausparwesen, Berlin, betreffend Einführung einer neuen Sterbetafel fur Ver-sicherungen mit Todesfallcharakter.Google Scholar
  21. 66).
    Vgl. Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesminister der Finanzen, Gutachten zur Reform der direkten Steuern, a. a. O., S. 28 f.Google Scholar
  22. 67).
    Diese tJberlegung baut nattirlich auf subjektiven Sterbenswahrscheinlichkeiten auf. Die objektiven Sterbenswahrscheinlichkeiten der Sterbetafel stützen diese subjektiven TJber-legungen nur, wenn man bestimmte kleine objektive Wahrscheinlichkeiten als unter der „Schwelle der Ftihlbarkeit“von Wahrscheinlichkeiten liegend interpretiert.Google Scholar
  23. 68).
    Vgl. S. 253 ff.Google Scholar
  24. 69).
    Vgl. Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesfinanzministerium, a. a. O., S. 79.Google Scholar
  25. 70).
    Vgl. unter vielen anderen vor allem Hax, K., Die Substanzerhaltung der Betriebe, Köln und Opladen 1957; siehe auch Schmidt, F., Scheingewinn, Kalkulation und Bilanz, Veröffent-lichungen des deutschen Hauptverbandes der Industrie, Teplitz-Schönau 1922; Scheib, B., Grundsàtzliche Probleme der Kapitalerhaltung, in: Hasenack et al. (Hrsg.), Fragen der Kapitalerhaltung und Finanzierung, Veröffentlichungen zur Betriebswirtschaft, Heft 3, (1949), S. 18.Google Scholar
  26. 71).
    Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen, Gutachten zur Reform. der direkten Steuern, a. a. O., S. 78.Google Scholar
  27. 72).
    Vgl. hierzu Albach, H., Wirtschaftlichkeitsrechnung bei unsicheren Erwartungen, Köln und Opladen 1959, S. 178.Google Scholar
  28. 73).
    Es sei aber darauf hingewiesen, dafi bel der Berechnung der Erbschaftsteuerbelastung mit unterschiedlicher Generationenfolge die Annahmen über die Sterbenswahrscheinlichkeiten grundsätzlich andere sind als bel den Berechnungen mit Berücksichtigung des tats&chlichen Lebensalters. Die Sterbenswahrscheinlichkeit eines jungen Investors wird bei der Annahme der Gleichverteilung überschätzt.Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH · Wiesbaden 1970

Authors and Affiliations

  • Horst Albach

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