Advertisement

Der Harz ist idyllisch, weil das gut für den Poeten ist

  • Johann Jokl
Chapter
  • 42 Downloads
Part of the Kulturwissenschaftliche Studien zur deutschen Literatur book series (KSDL)

Zusammenfassung

„Die Bäume sind grün, weil Grün gut für die Augen ist“1, läßt Heine im Prosateil der „Harzreise“ den wohlgenährten Bürger aus Goslar bramarbassieren. Und, so könnte man hinzufügen, der Harz ist idyllisch, sofern das gut für den Poeten ist, um „göttlich(e)“2 Verse zu schmieden:

Auf die Berge will ich steigen, Wo die frommen Hütten stehen, Wo die Brust sich frei erschließet, Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen, Wo die dunkeln Tannen ragen, Bäche rauschen, Vögel singen, Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle! Glatte Herren, glatte Frauen! Auf die Berge will ich steigen, Lachend auf euch niederschauen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 3.
    Pabel,Klaus, Heines „Reisebilder“. Ästhetisches Bedürfnis und politisches Interesse am Ende der Kunstperiode, München 1977, S. 100; bei Pabel findet sich eine erschöpfende Kritik (S. 105f.) der Studie von Helge Hultberg „Heines Harzreise“, Heine-Jahrbuch 1970, S. 58–69.Google Scholar
  2. 3.
    Altenhofer,Norbert, Harzreise in die Zeit. Zum Funktionszusammenhang von Traum, Witz und Zensur in Heines früher Prosa, Schriften der Heinrich Heine-Gesellschaft Düsseldorf 1972Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Johann Jokl

There are no affiliations available

Personalised recommendations