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Das Nachhaltigkeitskonzept der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe (DEH), Bern

  • Malte Lipczinsky

Zusammenfassung

Im Jahre 1988 hat ein Konsulent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DEH nach ihren Erfahrungen und Meinungen zur Nachhaltigkeit der Projekte befragt. 10 Thesen wurden daraus als Einstieg zum Thema in einer Nachhaltigkeitsbroschüre der DEH (siehe Anhang 1) formuliert. Im folgenden möchte ich Ihnen davon drei, wie wir meinen, nach wie vor sehr aktuelle Thesen vorstellen:
  1. 1.

    Im Rückblick auf Jahrzehnte der Entwicklungszusammenarbeit stellt sich heute heraus, daß vor allem die DEH und die von ihr zehrenden EZA-Organisationen „nachhaltig“ sind — als kurzfristige soziale Reparaturdienste in den Nord-Süd-Beziehungen. Vieles wurde auf Sand gebaut, viele Projekte waren Strohfeuer.

     
  2. 2.

    Wir wollen Autonomiezuwachs und stellen Abhängigkeiten her. Nachhaltigkeit ist erworbene, angeeignete, eroberte Autonomie. Aber in der Regel manövrieren wir die Partner mit den Projekten in neue Abhängigkeiten Finanziell, technisch, sozial, kulturell.

     
  3. 3.

    Wir verwenden zu wenig Zeit darauf, die Nachfrage nach Unterstützung zu verhandeln. Die Projektverträge legen Ziele und Zusammenarbeit in einer Weise fest, die laufende Verhandlungen und Anpassungen erschweren.

     

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Malte Lipczinsky

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