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Einleitung

Chapter
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Part of the Integrierte Logistik und Unternehmensführung book series (ILU)

Zusammenfassung

Seit Anfang der 50er Jahres1) befindet sich unsere moderne Industriegesellschaft in einem Prozeß des Übergangs. Durch radikale technologische Transformationen im Bereich der Mikroelektronik, Biotechnologie und neuer Fertigungsmaterialien sowie sozio-kultureller Veränderungen haben sich die Grundlagen wirtschaftlichen Handelns gewandelt. In den letzten Jahren sind diese Veränderungen insbesondere durch die japanische Konkurrenz in der Automobil- und Mikroelektronikbranche zu spüren.2) Jedoch ist die Herausforderung durch den grenzüberschreitenden Wettbewerb nicht neu, denn schon immer hat dieser Anpassungsdruck auf die nationalen Volkswirtschaften gewirkt. Wirklich neu ist das Ausmaß der Veränderungen, denn in „.. der deutschen Wirtschaftsgeschichte hat es keine Zeit gegeben, in der bestehende Organisationsstrukturen in so weitreichender Weise in Frage gestellt, in der organisatorische Änderungen mit so tiefgreifenden Konsequenzen verfolgt wurden.“3) Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel nimmt eine grundlegend neue Qualität an, welcher zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Forschung ist. In den 60er und Anfang der 70er Jahre haben bereits verschiedene prominente Wissenschaftler die Frage nach der Ausgestaltung der „neuen“ Gesellschaft diskutiert, die sukzessive Konturen gewinnt. Zu den bekanntesten Vordenkern dieser Entwicklung zählen die Arbeiten von Bell 4), Drucker 5) und Etzioni 6). Sie gehen davon aus, daß das Zeitalter der Industrialisierung in eine neue post-industrielle Ära übergeht.7) Diese zeichnet sich nach Etzioni durch eine „aktive Gesellschaft“ aus, die pluralistische Vielfalt mit einem Sinn für Gemeinschaft und Zusammenhalt verbindet, sensibel gegenüber den Bedürfnissen ihrer sich wandelnden Mitglieder ist und sich in einer intensiven und ständigen Selbsttransformation befindet.8)

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Literatur

  1. 1).
    Die Bestimmung, wann dieser gesellschaftliche Transformationsprozeß ausgelöst wurde, wird nach ETZIONI auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg datiert. Vgl. dazu Etzioni [Society] vii.Google Scholar
  2. 2).
    Vgl. dazu z.B. Womack; Jones; Roos [Revolution], Hayes; Wheelwright; Clark [Manufacturing], Clark; Fujimoto [Product], Dertouzos et al. [Krise] u. auch Delfmann [Production].Google Scholar
  3. 3).
    Frese; Werder [Organisation] 3.Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. Bell [Society].Google Scholar
  5. 5).
    Vgl. Drucker [Age].Google Scholar
  6. 6).
    Vgl. Etzioni [Society].Google Scholar
  7. 7).
    Ergänzend vgl. insb. die Studien, die einen Wandel zu einer post-modernen, post-industriellen, post-kapitalistischen bzw. post-fordistischen Gesellschaft diskutieren. Vgl. Best [Competition], Crook; Pakulski; Waters [Postmodemization], Drucker [Society], Etzioni [Society], Huber [Nature], Jackson [Modernism], Kumar [Society], Lenk [Sozialpsychologie] 309 ff., Lindblom [Inquiry] u. Roobeek [Crisis].Google Scholar
  8. 8).
    Vgl. Etzioni [Society] 1 ff.Google Scholar
  9. 9).
    Vgl. hierzu insb. Drucker [Society] 5 ff. u. Kumar [Society] 6 ff.Google Scholar
  10. 10).
    Vgl. Schumpeter [Process] 408 ff.Google Scholar
  11. 11).
    Peters [Dead] 9.Google Scholar
  12. 12).
    Vgl. McGrath; MacMillan [Planning].Google Scholar
  13. 13).
    Die Begriffe Handhabung, Lösung und Bewältigung von Problemen werden in dieser Arbeit synonym verwendet. Eine terminologische Differenzierung nimmt dagegen KIRSCH vor, der hier nicht gefolgt wird. Vgl. Kirsch [Handhabung] 10.Google Scholar
  14. 14).
    Eine ausführliche Abgrenzung des Gegenstandsbereiches findet sich in Teil II. Kap. C.Google Scholar
  15. 15).
    Eine Innovation umfaßt sowohl die Gewinnung von neuem Gestaltungswissen als auch seine Umsetzung in neue Produkte oder Prozesse. Vgl. ausführlicher Teil II. Kap. C.2.Google Scholar
  16. 16).
    Vgl. hierzu ausführlich Teil III. Kap. B.Google Scholar
  17. 17).
    Mintzberg [Part I] 1.Google Scholar
  18. 18).
    Vgl. z.B. Deiser [Management], MacGrath; MacMillan [Planning], Mintzberg [Rise], Stacey [Management] 13 ff. u. Stubbart [Revolution].Google Scholar
  19. 19).
    Vgl. hierzu ausfilhrlich Teil III. Kap. C.Google Scholar
  20. 20).
    Der Begriff organisch wird in dieser Arbeit verwendet, um eine spezifische organisatorische Konfiguration zu beschreiben. Die Vorstellung einer organischen Form ist erstmals von BURNS und STALKER in die Diskussion gebracht worden. Im wesentlichen handelt es sich dabei um eine Organisation, in der Entscheidungskompetenzen und Aufgaben situativ neu definiert werden, Autorität, Kontrolle und Kommunikation netzwerkartig strukturiert sind, problembezogene Expertise die Grundlage filr die Entscheidungskompetenzen bildet, die Kommunikation eher lateral statt vertikal verläuft und der Kommunikationsinhalt eher aus Informationen und Rat besteht als aus Anweisungen. Für eine detailliertere Abgrenzung der organischen Organisationsform vgl. Bums; Stalker [Management] 121 f. u. Tichy [Networks].Google Scholar
  21. 21).
    Vgl. Jelinek [Innovation].Google Scholar
  22. 22).
    Vgl. Kirsch [Idee], Kirsch; Esser; Gabele [Management] 128 ff., Kirsch [Handhabung] 253 ff. u. ders. [Handeln] sowie die Arbeiten seiner Mitarbeiter. Vgl. Knyphausen [Unternehmungen], Pautzke [Evolution], Ringlstetter [Weg] u. Strasser [Evolution].Google Scholar
  23. 23).
    Vgl. Burgelman [Process], ders. [Entrepreneurship], ders. [Interaction], ders. [Venture], ders. [Design], ders. [Learning] u. Burgelman; Sayles [Innovation] insb. 122 ff. u. 136 ff. sowie Burgelman [Management], ders. [Ecology] u. ders. [Memories].Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

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