Advertisement

Bewertung konventioneller und innovativer Partizipationsinstrumente der TA

  • Waldemar M. Baron

Zusammenfassung

Stößt schon die begriffliche Abgrenzung von Technikfolgenabschätzung und vergleichbaren Ansätzen (vgl. Kap. 2.5.) auf Schwierigkeiten und unterschiedliche Sichtweisen, so sind auch die potentiellen Funktionen von Technikfolgenabschätzung umstritten und reichen in ihrem Anspruch von der Bereitstellung von Orientierungs-, über Handlungs- bis zu Entscheidungswissen, Techniksteuerung und Technikkritik. Es läßt sich nicht bestreiten, daß Technikfolgenabschätzung gelegentlich auch in den Kontext technokratischer Legitimations- und Akzeptanzbeschaffung gestellt wird. Spätestens mit den beginnenden Konflikten um die Nutzung der Kernenergie und dem Ende des deterministischen Verständnisses technologischer Entwicklungen (vgl. Kap. 3.1.) erweist sich forschungspolitisches Handeln zunehmend als legitimationsbedürftig.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 58.
    Friedrich, H., Staatliche Verwaltung und Wissenschaft, Frankfurt 1970. Es wurden leitende staatliche Beamte in Deutschland interviewt. Als ein weiteres bedeutendes Motiv, wissenschaftliche Expertise einzuholen, wurde genannt, mit „objektiven Gründen für die Ablehnung unerwünschter Forderungen“ versorgt zu werden.Google Scholar
  2. 59.
    Als „Advocacy“-Organisationen, die Technikfolgenabschätzungen durchführen sind zu nennen: Union of Concerned Scientists (UCS) mit Sitz in Cambridge und Washington, Rocky Mountain Institute (RMI) in Colorado sowie Computer Professionals for Social Responsibility (CPSR) mit Sitz in Silicon Valley und Washington. Die Mitgliederschaft setzt sich aus Wissenschaftlern und Laien zusammen, die Interessen sind überregional auf die Konsequenzen bestimmter Technologien, wie z.B. die Informations- und Telekommunikationstechnologien (CPSR) ausgerichtet.Google Scholar
  3. 60.
    vgl. Informationsbroschüre des Danish Board of TechnologyGoogle Scholar
  4. 61.
    Zur Darstellung der Verfahren im einzelnen vgl. Kap. 4.2.4.Google Scholar
  5. 62.
    Gefördert werden wissenschaftlich-technische Vereinigungen (Gesellschaft für Informatik, Verein Deutscher Ingenieure, Gesellschaft für Rechts- und Verwaltungsinformatik, Deutsche Gesellschaft für Chemisches Apparatewesen, Chemische Technik und Biotechnologie, Informationstechnische Gesellschaft), die in ihren Reihen einen Diskurs aufnehmen, sich mit anderen Gesellschaften austauschen und der Öffentlichkeit sowie der Politik orientierende Informationen zur Verfügung stellen.Google Scholar
  6. 63.
    Zur Verhandlung steht im Kreis Neuss das Abfallwirtschaftskonzept und in Münchehagen eine Deponie, die seit Jahren aufgrund des Verdachts illegaler Abfallablagerungen, Boden-, Wasser- und Gesundheitsbelatungen von Kontroversen geprägt ist.Google Scholar
  7. 64.
    vgl. dazu auch den kritischen Artikel von M. Ronzheimer in den VDI-Nachrichten vom 02.07.1993: Neues Verfahren zur Technikfolgenabschätzung erprobt — Technikbewertung: Konsens gescheitert. Umweltgruppen zogen sich unter Protest zurück.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Waldemar M. Baron

There are no affiliations available

Personalised recommendations