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Hessen

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Part of the Schriften zur politischen Didaktik book series (POLDID, volume 8)

Zusammenfassung

Der Stand der Curriculum-Entwicklung für das Fach Gesellschaftslehre in Hessen ist nicht verständlich zu machen ohne eine skizzenhafte Darstellung der bildungspolitischen und curricularen Entwicklung seit 1967. Die zehn Jahre CurriculumEntwicklung von 1967–1977 in Hessen, beginnend mit der Berufung der von großen Erwartungen begleiteten „großen Curriculum-Kommission“, der politisch brisanten Diskussion der Rahmenrichtlinien Gesellschaftslehre, die zum Ausscheiden des verantwortlichen Ministers Ludwig von Friedeburg führte, bis schließlich zum resignativen Scheitern des ursprünglichen Curriculumansatzes gehört zu den interessantesten Perioden in der curricularen Diskussion der Bundesrepublik. Hatten Lehrpläne bisher als „pädagogische Trivial-Literatur ohne praktischen Wert“ (Hartmut von Hentig) kaum öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen vermocht, so wurden in der Rahmenrichtliniendiskussion die Lernziele der Gesellschaftslehre zu einem politischen Konfliktthema ersten Ranges.1 Schon die Tatsache, daß von dem Entwurf der Rahmenrichtlinien Gesellschaftslehre über 60 000 Exemplare verbreitet wurden, ist ein Novum in der Geschichte der Curriculum-Entwicklung.

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Anmerkungen

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1978

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