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Einleitung

  • Stefan Krätke

Zusammenfassung

Als „Medienstädte“ lassen sich heute Kultur- und Medien-Zentren auf verschiedensten geographischen Maßstabsebenen umschreiben, die von kleinräumigen lokalen Standortgemeinschaften der Medienwirtschaft im urbanen Raum bis zu den Kulturmetropolen des globalen Stadt- und Regionalsystems reichen. Die Medienstadt ist offenbar ein geographisch vielschichtiges Phänomen, das in bestimmter Weise mit der klassischen sozialwissenschaftlichen Thematisierung der Stadtkultur verknüpft ist. Die Thematik der Stadtkultur im weiten Sinne schließt die Frage nach der Divergenz und Konvergenz der Lebensweisen in städtischen und ländlichen Räumen wie auch ihren „Zwischenräumen“ ein, ferner die Frage nach der Vielfalt der Lebensweisen von Stadtbewohnern — die „Kulturen der Stadt“ -, darüberhinaus die Betrachtung der baulich-räumlichen Gestaltungselemente der Städte, insbesondere der Neugestaltung von städtischen „Erlebnisräumen“ und Kulturangeboten der Stadt („urban entertainment“) mit ihrer Bedeutung für die Attraktivität und wirtschaftliche Entwicklung der Städte. Diese thematischen Aspekte der Stadtkultur sind in der Stadtforschung seit langem behandelt worden (Bittner 2001; Roost 2000; Kirchberg/Göschel 1998; Zukin 1995; Kearns/Philo 1993; Kirchberg 1992; Wynne 1992; Crane 1992). Vernachlässigt wurde meist der Aspekt, daß die Stadt zugleich ein Produktionsort von Gütern und Diensten für einen lokalen und überregionalen Kulturmarkt ist. In dieser Arbeit wird der Zusammenhang von Stadt und Kultur aus der Perspektive der Produktion von Kulturgütern einschließlich Medienangeboten untersucht, wobei die institutionelle Ordnung der gegenwärtigen Kulturproduktion und Medienwirtschaft sowie ihre räumlichen Konfigurationen auf der lokalen, auf der nationalstaatlichen wie auch auf der globalen Maßstabsebene in den Mittelpunkt gestellt werden.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Stefan Krätke

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