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Die Entwicklung der Opposition in Leipzig

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Part of the Am Ende des realen Sozialismus book series (RSOZ, volume 3)

Zusammenfassung

Leipzig die „Heldenstadt“, so lauteten 1989, im Jahr des Umbruchs, die Schlagzeilen. Hier gab es nicht nur die groBten Demonstrationen für Reformen in der DDR, hier erklangen auch früth die Rufe nach der Deutschen Einheit. Dieser spontane Massenprotest, der sich im Herbst ’89 auf dem Ring um die Innenstadt zeigte, besaß in Leipzig eine lange Tradition. Erinnert sei nur an den sogenannten „Beat-Aufstand“, als 1965 Jugendliche gegen das Verbot westlicher Musik protestierten, die Tumulte wahrend der Sprengung der Universitätskirche im Mai 1968 oder die Kerzendemonstrationen in der Leipziger Innenstadt im Herbst 1983.1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Hubertus Knabe, Kirche, Intellektuelle, unorganisierter Protest. In: Bernd Lindner (Hrsg.), Zum Herbst ’89. Demokratische Bewegung in der DDR. Leipzig 1994, S. 32 f.Google Scholar
  2. 2.
    O.V., „Freaks und Punks“. In: Norbert Haase, Lothar Reese und Peter Wensierski (Hrsgg.), VEB Nachwuchs. Jugend in der DDR. Hamburg 1983, S. 244.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Christian Dietrich, Fallstudie Leipzig 1987 — 1989. Eine Regionalstudie zur Opposition in der DDR. In: Deutscher Bundestag (Hrsg.), Enquete-Kommission. „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“. Band VII. Widerstand, Opposition, Revolution. Bonn 1994, S. 591, sowie das Interview mit Christoph Wonneberger in diesem Band.Google Scholar
  4. 4.
    Zitat aus Wolfgang Büscher und Peter Wensierski, Null Bock auf DDR. Aussteigerjugend im anderen Deutschland. Hamburg 1994. S. 134.Google Scholar
  5. 5.
    Bezirksverwaltung Leipzig des MfS, Tgb.-Nr. XX/AKG/397/83, 5. Dezember 1983. In: Christian Dietrich und Uwe Schwabe (Hrsgg.), Freunde und Feinde. Friedensgebete in Leipzig zwischen 1981 und dem 9. Oktober 1989. Leipzig 1994. S. 74.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. B. Langenbach-Fochler, Früedensfilmer noch nicht frei. In: „die tagezeitung“, 5. Dezember 1983; siehe auch O.V., „Zahnbürste mitnehmen“. In: Der Spiegel, Nr. 49, 5. Dezember 1983, S. 52.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Gesine Schmidt, Bericht über praktische Arbeit von Okogruppen. In: Peter Wensierski, „Von oben nach unten wächst gar nichts“, Umweltzerstorung und Protest in der DDR. Frankfurt 1986.Google Scholar
  8. 8.
    Büscher/Wensierski, S. 68.Google Scholar
  9. 9.
    O.V., „mobil, mobil“. In: Streiflichter. Nr. 26 vom Juni 1984. S. 1.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Dietrich, Fallstudie Leipzig 1987 — 1989 (s.o. Anm. 4).Google Scholar
  11. 11.
  12. 12.
    Aufruf zum sogenannten „Schaufensterbummel“. Quelle: „Archiv Bürgerbewegung Leipzig“.Google Scholar
  13. 13.
    MfS, ZAIG, Nr. 25/89, Information über Aktivitäten feindlich-negativer Kräfte in Leipzig im Zusammenhang mit dem 70. Jahrestag der Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs. Berlin, 16. Januar 1989, Anlage I: „Aufruf an alle Burger der Stadt Leipzig“. In: Armin Mitter und Stefan Wolle (Hrsgg.), „Ich liebe euch doch alle!“ Befehle und Lageberichte des MfS. Januar-November 1989. Berlin 1990. S.13. Dieses Flugblatt der „Initiative zur demokratischen Erneuerung unserer Gesellschaft“ wurde in der Nacht zum 12. Januar 1989 5 000 mal in Leipziger Brüefkästen verteilt.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

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