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Gerontologische Einstellungsforschung

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Zusammenfassung

Die Untersuchung von Einstellungen zu Alter und alten Menschen ist seit geraumer Zeit ein prominenter Bereich gerontologischer Forschung. Am Beginn stehen die Studien von Tuckman und Lorge (1953), Kogan (1961), Kogan und Shelton (1962), die mit eigens entwickelten Fragebögen inhaltliche und ätiologische Aspekte gerontologischer Einstellungen zu erfassen versuchten. Die Ergebnisse dokumentieren ein weitgehend negatives und stereotypes Bild vom Alter und von alten Menschen. Erst neuere, methodisch elaboriertere Forschungsansätze kommen zu differenzierteren Sichtweisen. Sie verweisen u.a. auch auf die Schwachstellen bisheriger gerontologischer Einstellungsforschung, die selbst nicht ganz unschuldig ist an der Etablierung des sog. negativen Altersbildes. Überblicksreferate von McTavish (1971), Lutsky (1980), Lehr und Schneider (1984), Crockett und Hummert (1987) u.a. zeigen einerseits die Bandbreite negativer bis positiver Einstellungen zu Alter und alten Menschen wie die jeweils sie moderierenden Bedingungen auf, andererseits konstatieren sie aber auch nüchtern die Sterilität und Unergiebigkeit gerontologischer Einstellungsforschung, besonders wenn sie sich der traditionellen Fragebogenmethodik bedient. Mit der Kritik an dem “standard attitude paradigm in gerontology” (Lutsky 1980, S. 288) wird zugleich der Ruf nach alternativen und weiterführenden Methodologien in der gerontologischen Einstellungsforschung laut (z.B. Kogan 1979).

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© Leske + Budrich, Opladen 1997

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