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Einleitende Vorbemerkungen

  • Katrin Bischl

Zusammenfassung

Die Mitarbeiterzeitung ist das relevante Medium der internen Public Relations1. Ihr kommt hinsichtlich der Kommunikationsbemühungen von Unternehmen mit der eigenen Belegschaft eine zentrale Rolle zu. Daran konnte weder die Einführung von Betriebsfernsehen oder -rundfunk noch die Nutzung elektronischer Datennetze als interne Kommunikationskanäle etwas ändern. Sie scheinen in den Unternehmen bestenfalls eine Ergänzung, aber kein Ersatz für die Mitarbeiterzeitung zu sein.2

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Referenzen

  1. 1.
    Ich verwende die Bezeichnung „Public Relations“ bzw. die Abkürzung „PR“ (vgl. Kap. 2), nicht jedoch den Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“, da ich keine Synonymie zwischen den Bezeichnungen sehe. Zwar wurde der deutsche Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ als Übersetzung des US-englischen Begriffes „Public Relations“ in den deutschen Wortschatz eingeführt, doch bezeichnet „Public Relations“ oder „PR“ heute vor allem Tätigkeiten von Unternehmen der Industrie, wohingegen im Kontext der Non-Profit-Organisationen von „Öffentlichkeitsarbeit“ gesprochen werden sollte; vgl. Haedrich 1982, 5. — PR-Handlungen, die in das Unternehmen hinein gerichtet sind, werden als „interne“ oder „innerbetriebliche Public Relations“ bzw. „PR“ bezeichnet. Zum Begriff der „internen Public Relations“ vgl. Abs. 2.2.Google Scholar
  2. 2.
    Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß viele Betriebe auch eine elektronische Mitarbeiterzeitung herausgeben. Sie ist aber Ergänzung und kein Ersatz für das gedruckte Medium und bietet vor allem Kurzinformationen, z.B. Hinweise auf Veranstaltungen und Meldungen. Ein Vergleich der beiden Medien dürfte ein interessantes Vorhaben sein, das im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht geleistet werden kann.Google Scholar
  3. 3.
    Im PR-Kontext besagt das Konzept der Teilöffentlichkeiten, daß der Bezugspunkt nie eine anonyme Öffentlichkeit als Gesamtheit aller Bürger ist, sondern daß mit verschiedenen Gruppen von Menschen kommuniziert werden muß, z.B. mit den Mitarbeitern, den Anwohnern, den Politikern. Hierbei geht es nicht um Kommunikation im Sinne eines Informationsaustauschs oder als eine soziale Kategorie, sondern um die „Durchsetzung partikularer Interessen“ (Dorer 1994, 20). Somit impliziert das Konzept der Teilöffentlichkeiten „weitgehend das Moment persuasiver Kommunikation“ (Dorer 1994, 20). Interessante Ausführungen über das Konzept finden sich u.a. bei Dorer 1991, 13–15; Dorer 1994, 20 f.; Haedrich 1992, 259 und 265; Köcher/ Birchmeier 1992, 59; Petersen 1986, 39; Ronneberger/ Kühl 1992, 193–213.Google Scholar
  4. 4.
    Eine Verwissenschaftlichung der PR-Branche bzw. das Verhältnis von Public Relations zur Wissenschaft diskutieren u.a. Armbrecht 1992, 18–44; Armbrecht/ Zabel 1994, 10 f.; Baerns 1992a; Baerns 1992b; Köcher/ Birchmeier 1992, 16 f.; Kunczik 1994; Rühl 1992a; Rühl 1994. Eine Übersicht über 244 studentische Abschlußarbeiten zum Themenbereich der Public Relations bietet Signitzer 1992b.Google Scholar
  5. 5.
    Die Legitimationsaufgabe der Public Relations wird u.a. unterstrichen von Mast 1992, 389–391; Oeckl 1976, 43; Schürmann 1994, 108. — Vgl. auch meine Ausführungen in Kap. 2 und Abs. 4.1.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. den Tagungsband von Spillner 1992.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Bischl 1998a; Bischl 1998b.Google Scholar
  8. 8.
    Die historische Entwicklung des linguistischen Interesses an Sprachprozessen in der Wirtschaft zeichnet Henke 1991 nach. Einen Überblick über verschiedene Forschungsansätze und Aufgabenstellungen findet sich bei Brünner 1991 und Brünner 1992. Von Hahn entwickelt Vorschläge, wie die linguistische Pragmatik betriebliche Kommunikationsprozesse erforschen kann; vgl. von Hahn 1983, 130–150. — Verwiesen sei auch auf Bartsch 1994a; Bartsch 1994b; Becker-Mrotzek 1990; Becker-Mrotzek 1994; Brünner 1994; Hahne 1994; Müller 1997; Schmeisser 1994; Spillner 1992a; Wagner 1994; Wever 1994.Google Scholar
  9. 9.
    Ich spreche ausschließlich von „Mitarbeiterzeitung“. Andere Bezeichnungen für das Medium stelle ich in den Abschnitten 3.1, 3.2 und 3.3 vor und verwende sie nur in Zitaten.Google Scholar
  10. 10.
    Zu Gebrauchstexten vgl. Fischer/ Hickethier/ Riha 1976; Frilling 1989; Völzing 1976; zu Gebrauchstextsorten vgl. Rolf 1993.Google Scholar
  11. 11.
    Das schlechte Image der PR-Branche thematisieren u.a. Armbrecht 1992, Vorwort; Armbrecht/ Zabel 1994, Vorwort; Barthenheier 1982b; Beger/ Gärtner/ Mathes 1989, 5 f. und 17; Petersen 1985.Google Scholar
  12. 12.
    Unberücksichtigt bleiben Fotos und andere Illustrationselemente, die für sich allein betrachtet Gegenstand einer ausführlichen Untersuchung sein könnten.Google Scholar
  13. 13.
    Die gesamte sprach- und kommunikationswissenschaftliche Literatur über Massenmedien zu nennen, würde den Rahmen jeder Fußnote sprengen. Darum sollen exemplarische Arbeiten genannt werden; vgl. Arens 1973; Baacke 1975; Buckel Kübler 1989; Baum 1994; Bentele 1981; Bentele 1992b; Biere 1993; Biere/ Henne 1993; Bobrowsky/ Duchkowitsch/ Haas 1987; Bohrmann/ Schneider 1975; Bohrmann/ Ubbens 1994; Brandt 1991; Bucher 1986; Bucher 1991; Bucher/ Straßner 1991; Faulstich 1979; Good 1985; Grewenig 1993; Holly/ Kühn/ Puschel 1986; Kalt 1993; Lüger 1995; Schoenke 1996; Schröder 1995; Straßner 1981; Straßner 1997a; Straßner 1997b.Google Scholar
  14. 14.
    Ihre Arbeit basiert v.a. auf der Enzyklopädie der Psychologie von Grolfmann. Beim Zitieren unterlaufen Hassinen/ Wenner zwei Fehler, die ein Auffinden der Literatur erschweren; zum einen ein Schreibfehler (aus Groffmann wird fälschlicherweise Goffmann), zum anderen stammt die Passage nicht von Groffmann, sondern von Haubl/ Spitznagel.Google Scholar
  15. 15.
    Beispiele für PR-Ratgeberbücher sind Bargen 1992; Beger/ Gärtner/ Mathes 1989; Bogner 1990; Bürger 1986; Bürger 1987; Bürger 1989; Bürger 1991; Hermanni 1991; Kalmus/ Classen 1979; Mörtzsch 1956; Nebel 1992a; Pauli 1993; Graf Zedtwitz-Arnim 1961. — Wer sich für die Thematik Ratgeberliteratur interessiert, dem sei die Arbeit von Bremerich-Vos über „Populäre rhetorische Ratgeber“ (1991) empfohlen.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Oeckl 1964; Oeckl 1976; Hundhausen 1957; Hundhausen 1969.Google Scholar
  17. 17.
    In der Literatur findet sich die Schreibweise mit und ohne Fugen-s. Ich habe mich für letztere entschieden. In den Zitaten gebe ich jedoch die Originalschreibweise wieder.Google Scholar
  18. 18.
    Haller beklagt die „geringe Aufmerksamkeit“ (Haller 1982, 2), die dem Medium geschenkt wird.Google Scholar
  19. 19.
    Im Zentrum der Human-Relations-Konzeptionen, die ihren Ursprung in den USA haben, stehen Überlegungen über die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen im Betrieb hinsichtlich des Betriebsklimas, der Mitarbeiterführung oder der Gruppenbildung mit dem Ziel der Leistungssteigerung; vgl. Kieser 1993.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Bühler 1982, 24–33. Als Einstieg in eine weiterführende Auseinandersetzung mit Bühlers Konzeption sei verwiesen auf Busse 1975.Google Scholar
  21. 21.
    Für die Berücksichtigung textextemer Faktoren plädiert auch Holly 1990, 62.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. hierzu Holly 1990, 61.Google Scholar
  23. 23.
    Ausführungen hierzu finden sich bei Holly 1990, 73–75. Eine ausführliche Darstellung des Handlungsbegriffs bieten Holly/ Kühn/ Puschel 1984.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. hierzu die Ausführungen von Good 1985, 17.Google Scholar
  25. 25.
    Außer in diesem Kapitel werden Informationen über die fünf untersuchten Mitarbeiterzeitungen im weiteren Verlauf der Arbeit gegeben, vor allem in Abs. 3.4.Google Scholar
  26. 26.
    Zur Einordnung der PR-Abteilungen in die Untemehmensorganisation vgl. Brauer 1982, Flieger 1982.Google Scholar
  27. 27.
    Zu den verschiedenen Medien, die Unternehmen herausgeben, s. Abs. 3.1.Google Scholar
  28. 28.
    Zu Mitarbeiterzeitungen der DDR vgl. Verband der deutschen Journalisten 1962; Zwanzig 1972; Zwanzig/ Röhr/ Schreier 1984.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Katrin Bischl

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