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Biologie

  • Jürgen JostEmail author
Chapter
Part of the Wissenschaft und Philosophie – Science and Philosophy – Sciences et Philosophie book series (WP)

Zusammenfassung

Leibniz sieht als Träger des Lebens Monaden an. Diese können in hierarchischen Beziehungen zueinander stehen, wie Zellen in einem Gewebe und diese wiederum in einem Organismus. Zwar war zu Leibniz’ Zeiten die Biologie noch nicht weit entwickelt, aber leibnizsches Denken kann trotzdem für die moderne Biologie sehr fruchtbar sein. Die auch heute noch dominante Theorie, die sog. neodarwinistische Synthese, erklärt die biologische Evolution durch differentielle Selektion von Varianten, die durch einzelne Mutationen diskreter Erbeinheiten, der mendelschen Gene, geringfügig von ihren Vorfahren abweichen. Über viele Generationen können sich dann kleine Unterschiede zu großen Veränderungen aufschaukeln. Dies verkennt aber die Rolle der Individualentwicklung höherer Lebewesen und die systematische Organisation des Genoms. In diesem Kapitel wird daher ein alternativer konzeptioneller Ansatz zum Verständnis des Lebens entwickelt, als Kontrolle externer oder interner Prozesse zum Strukturaufbau und -erhalt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Geometrische Methoden und Komplexe SystemeMax-Planck-Institut für Mathematik in den NaturwissenschaftenLeipzigDeutschland

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