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Leibniz’ System

  • Jürgen JostEmail author
Chapter
Part of the Wissenschaft und Philosophie – Science and Philosophy – Sciences et Philosophie book series (WP)

Zusammenfassung

Die grundlegenden Prinzipien des leibnizschen Systems sind der Satz von der Identität (Satz vom Widerspruch), der Satz vom zureichenden Grunde und das Kontinuitätsprinzip. Nach dem Satz von der Identität ist ein Subjekt durch seine Prädikate festgelegt, zu erschließen durch eine neue Logik und eine universelle Charakteristik. Nach dem Satz vom zureichenden Grunde ist das nicht Unterscheidbare identisch. Nach dem Kontinuitätsprinzip macht die Natur keine Sprünge, und der Naturablauf lässt sich durch Integration aus dem Infinitesimalen gewinnen, mittels der leibnizschen Infinitesimalrechnung. Die grundlegenden physikalischen Objekte, die Monaden, sind selbst nicht mehr räumlich, und insbesondere im Unterschied zu Descartes nicht durch ihre Ausdehnung bestimmt, sondern durch ihre innere Wirkkraft, die vis viva (Energie). Die Monaden befinden sich in prästabilierter Harmonie zueinander. Ihre relationalen Beziehungen konstituieren den Raum, der daher nicht absolut wie bei Newton, sondern relativ ist. Leibniz führt auch das Binärsystem ein und entwickelt eine Rechenmaschine.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Geometrische Methoden und Komplexe SystemeMax-Planck-Institut für Mathematik in den NaturwissenschaftenLeipzigDeutschland

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