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Bewusstloser unterkühlter Säugling

  • Eva Neuen-JacobEmail author
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Zusammenfassung

22 Tage alter bewusstloser unterkühlter Säugling mit gespannter Fontanelle und lichtstarren Pupillen. Der Vater gibt an, das Kind im Rahmen einer Laienreanimation geschüttelt zu haben. Nachweis von Hirnödem, Subarachnoidalblutung und Retinablutungen im cCT bzw. augenärztlichen Konsil. Im weiteren Verlauf progredientes malignes Hirnödem und tiefes Koma. Nach 7 Tagen Feststellung des Hirntodes und Beendigung der Beatmung. Die Kombination der neuropathologischen Sektionsbefunde mit Einblutungen in die harten und weichen Hirnhäute, Hirnödem sowie bilateralen flächenhaften Einblutungen in die Retina, den Glaskörper und die Sehnervenscheide ist typisch für ein Schütteltrauma, das sich auf ca. 4–5 Tage datieren lässt. Als Folge der Verletzungen ist es zu einer schweren generalisierten hypoxämischen Hirnschädigung und Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke mit daraus resultierendem massivem Hirnödem mit unterer Einklemmung gekommen, was letztlich zum Tod des Kindes geführt hat.

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für NeuropathologieUniversitätsklinikum DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

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