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Underground-Ophelia: Hoffen und Scheitern in der Berliner Drogenszene

  • Dirk ArenzEmail author
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Zusammenfassung

Das 1978 vom Stern herausgegebene Buch als Vorlage des 1981 erschienenen Films war neben dem kommerziellen Erfolg ein wichtiger Beitrag zum mehr und mehr als gesellschaftliches Problem erkannten Drogenkonsums von Kindern und Jugendlichen. – Im Verlagstext des Buches schildern die beiden Autoren, die Journalisten Kai Hermann und Horst Rieck die Situation, als sie die damals 15-jährige Christiane F. zu Beginn des Jahres 1987 in Berlin interviewten, wo sie als Zeugin in einem Prozess aussagen musste. Schon bald waren die Reporter nicht mehr in einer distanzierten Situation, sondern sie empfanden eine starke persönliche Betroffenheit. Aus den Tonbandprotokollen der Reporter entstand schließlich das Buch, das keine distanzierte Reportage mehr darstellte, sondern einen emotional fesselnden Bericht aus der Perspektive der Christiane F. Drei Jahre nach dem Erscheinen des Buches wurde der Film „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gedreht, der dem Erfolg des Buches nicht nachstand. Der Film wurde fast ausschließlich mit Laiendarstellern gedreht, was ein hohes Maß an Authentizität erzielt. Neben der aufklärerischen Intention des Films, die sich aus dem erschütternden Schicksal der Hauptdarstellerin und ihren Freunden aus der Drogenszene ergibt, wurde aber auch Kritik am Film laut, dass die Figur der Christiane F. zur „Underground-Ophelia“ stilisiert werde und es zur Gefahr der Identifizierung und somit zur Gefahr des Drogenkonsums bei Jugendlichen kommen könne.

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Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.EuskirchenDeutschland

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