Advertisement

Die Wahnvorstellung von einer besseren Welt

  • Johanna LenhartEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die Serie Mr. Robot (USA 2015–) hat bei ihrem Erscheinen offenbar einen Nerv getroffen. Mit ihrem anspruchsvollen und durchdachten Narrativ wurde sie 2015 zu einer kleinen Sensation. Der Reiz des Rauschs und Abhängigkeit werden dabei auf verschiedensten Ebenen thematisiert. Zentraler Punkt ist aber stets Macht und Kontrolle, die entweder durch Drogen wiederhergestellt werden sollen oder die, sobald man über sie verfügt, selbst einen »Kick«, einen Rausch, auslösen. So versucht der Protagonist Elliot Alderson durch Drogen seinen von Halluzinationen, Angstzuständen und Depressionen heimgesuchten Verstand unter Kontrolle zu bekommen. Gleichzeitig schließt er sich der Hacktivism-Gruppe fsociety an, um gemeinsam die Macht des weltumspannenden Unternehmenskonglomerats E Corp zu brechen, wobei hier auch der Zusammenhang von Hacking und Sucht thematisiert wird. Zu guter Letzt weist die Serie auffällig auf die widersprüchliche Verbindung von Drogen, Sucht und Kapitalismus hin: Zum einen ist der Drogenabhängige der ultimative Kunde – er kann nicht anders als zu konsumieren –, zum anderen ist im modernen Kapitalismus jeder süchtig, süchtig nach Konsum.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bjerg O (2008) Drug addiction and capitalism: too close to the body. Body Soc 14(2):1–22CrossRefGoogle Scholar
  2. Burroughs WS (1966) Naked lunch. Grove, New YorkGoogle Scholar
  3. Farrell Brodie J, Redfield M (2002) Introduction. In: Farrell Brodie J, Redfield M (Hrsg) High Anxieties – Cultural studies in addiction. University of California Press, Berkeley, Los Angeles, London, S 1–15Google Scholar
  4. Giles M (2015) Taxi Driver, Girls, and 7 other big influences on Mr. Robot. Vulture, 30. Juli 2015. http://www.vulture.com/2015/07/mr-robot-influences-taxi-driver-girls.html. Zugegriffen: 28. Dez. 2017Google Scholar
  5. Goode L (2015) Anonymous and the Political Ethos of Hacktivism. Pop Commun 13:74–86CrossRefGoogle Scholar
  6. Jagodzinski J (2016) Mr. Robot: Schizophrenia, paranoia and corporate greed. Medienpädagogik 26:61–77Google Scholar
  7. Jordan T, Taylor PA (2004) Hacktivism and cyberwars – rebels with a cause? Routledge, LondonGoogle Scholar
  8. Robson P (2009) Forbidden drugs, 3. Aufl. OUP, OxfordGoogle Scholar
  9. Sedláček T (2012) Die Ökonomie von Gut und Böse. Aus dem Amerikanischen von Ingrid Proß-Grill. Hanser, MünchenCrossRefGoogle Scholar
  10. Taylor PA (1999) Hackers: crime in the digital sublime. Routledge, London, New YorkCrossRefGoogle Scholar
  11. Zetter K (2015) Mr. Robot is the best hacking show yet – but it’s not perfect. Wired, 07.08.2015. https://www.wired.com/2015/07/mr-robot-fact-check/. Zugegriffen: 29. Jan. 2018Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.RankweilÖsterreich

Personalised recommendations