Eisenhut

Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae
Chapter

Zusammenfassung

Das Gift Aconitin ist wahrhaft teuflisch, die tödliche Dosis liegt bei fünf tausendstel Gramm für Erwachsene, sein Angriffsziel im Körper muss also ein lebenswichtiges, aber dennoch in geringer Konzentration vorliegendes Molekül sein. Im Gegensatz zu dem Angriffsziel des Rizins (vgl. Kap. 54) ist das des Aconitins an der Membranoberfläche von Nervenzellen und Muskelfasern leicht zugänglich: Es sind die Natriumkanäle, die bei elektrischer Erregung schlagartig Natriumionen ins Zellinnere treten lassen, das Signal durch Erregung der benachbarten Membranbereiche fortleiten und somit für die Signalfortleitung in Nerven- und Muskelfasern verantwortlich sind. Aconitin blockiert diese lebenswichtigen Ionenkanäle.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland
  2. 2.Universität BielefeldFreiburgDeutschland

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