Nachhaltigkeit im Krankenhaus am Beispiel von Lieferketten

  • Frank Brust
Chapter
Part of the Management-Reihe Corporate Social Responsibility book series (MRCOSORE)

Zusammenfassung

Nachhaltigkeit ist das wichtigste, ja das essenzielle Thema für die Menschheit; auch wenn es trotz UN-AGENDA 2030 in Politik und Wirtschaft noch nicht jeder erkannt zu haben scheint.

Der gezielte Umbau betrieblicher Prozesse in nachhaltige ist wichtig und ein Schritt in Richtung nachhaltige Unternehmensführung. Dies geschieht zunehmend auch in Kliniken, betrifft jedoch häufig nur die Nebenprozesse. Doch erst wer die Kernprozesse nachhaltig umgestaltet, entkommt dem Verdacht des Greenwashings und kann sich nachhaltigen Wirtschaftens rühmen.

Die Potenziale konsequenten nachhaltigen Wirtschaftens in Kliniken für die Regionalentwicklung – insbesondere in ländlichen Regionen – liegen auf der Hand und sind genaugenommen für gemeinnützigen Kliniken verpflichtend.

Mit der Seehofer-Reform Anfang der 1990er-Jahre wurden die Kliniken und ihre Belegschaften in Kern- und Nebengeschäft gespalten. Marktwirtschaftliche Regeln und betriebswirtschaftliche Fragestellungen fanden Berücksichtigung bei der Diagnostik, bei Eingriffen und Prozeduren (Marckmann 2013). Diese Entwicklung erschwert unter ethischen (Aspekt: Gesellschaft) und ökologischen (Aspekt: Umwelt) Gesichtspunkten nachhaltige Entwicklung in Kliniken, weil die wirtschaftliche Effizienz (Aspekt: Wirtschaft) Ziele und Strategien der Klinikleitungen beherrscht.

Darüber können auch richtig gute Ansätze im Nebengeschäft nicht hinwegtäuschen und bleiben eben nur Ansätze.

Literatur

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Authors and Affiliations

  • Frank Brust
    • 1
  1. 1.Klinikum Idar-Oberstein GmbHIdar-ObersteinDeutschland

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