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Geordnete und sich selbstorganisiert entwickelnde kosmische Objekte

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Zusammenfassung

Nach dem postulierten Urknall müssen turbulent verlaufende kosmologische Entwicklungsszenarien für die Ausbildung geordneter stellarer und galaktischer Strukturen gesorgt haben. Basierend auf dem Standardmodell der Teilchenphysik werden die frühen kosmischen Entwicklungsepochen beschrieben und plausibel gemacht, wie die Bausteine der Materie in Folge von Symmetriebrüchen durch die Einwirkung unterschiedlicher Kraftfelder im anfangs weitgehend unstrukturierten Medium entstanden sein könnten. Es wird die Entwicklung erster massereicher Population III Sterne erläutert, wie sich an deren Lebensende nach Supernova-Explosionen zunehmend schwerere stellare Schwarze Löcher im Zentralbereich protogalaktischer Strukturen ausbildeten und entwickelten. Nach Kollisionen von Zwerggalaxien entstanden vermutlich die heute zu beobachtenden spiralförmigen und elliptischen Galaxientypen. Es werden die unterschiedlichsten, auffallend wohlgeordneten galaktischen und stellaren Scheibe-Jet-Strukturen vorgestellt und aufgezeigt, dass selbstorganisiert ablaufende Prozesse insbesondere auch für die Ausbildung unseres Planetensystems, für den magnetischen Aktivitätszyklus der Sonne sowie die entscheidenden Lebensvorgänge in unserem Erdsystem von zentraler Bedeutung gewesen sein müssen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.BremenDeutschland

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