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Palliative Care in der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung

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Zusammenfassung

Der Begriff Palliative Care wird als Handlungskonzept in der Betreuung von unheilbar Kranken und Sterbenden eingeführt und erklärt. Brauchen Menschen mit geistiger Behinderung als Patienten am Lebensende eine palliative Begleitung oder werden sie nicht sowieso schon aufgrund ihrer Beeinträchtigung so gut und umfassend betreut, dass es gar keiner ausgewiesenen Palliative Care bedarf? Alter, Krankheit, Sterben und Tod gehören als Themen in das Leben und Denken von Menschen mit geistiger Behinderung; sie haben als Angehörige Erfahrungen mit diesen Themen, stellen Fragen und suchen Antworten. Ihre Betreuer und Begleiter müssen sich diesem Gesprächsbedarf stellen.

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Notes

  1. 1.

    ... die es aufgrund der Dezentralisierungen dann nicht mehr gibt?

  2. 2.

    Interview zum Todeskonzept von Menschen mit geistiger Behinderung in der Selbsteinschätzung – in 7 Kapitel 3

  3. 3.

    Menschen mit geistiger Behinderung sind keine homogene Gruppe; es gibt Menschen mit geistiger Behinderung, die im Alltag kaum oder gar nicht auffallen, und es gibt Menschen mit ganz erheblichen geistigen Behinderungen, die trotz aller sonderpädagogischen Bemühungen immer auf eine Versorgung durch andere angewiesen sein werden. Nur Menschen mit geistiger Behinderung, die über sich und ihre natürliche und soziale Umwelt reflektieren können, werden in der Lage sein, sich auch Gedanken um ihr Lebensende zu machen.

  4. 4.

    Die vier das Todeskonzept definierenden Subkonzepten nach Wittkowski (1990) sind: Nonfunktionalität – die Erkenntnis, dass alle lebensnotwendigen Körperfunktionen beim Eintritt des Todes aufhören; Irreversibilität – die Einsicht in die Unumkehrbarkeit des Todes, wenn er eingetreten ist; Universalität – das Bewusstsein, dass alle Lebewesen sterben müssen; Kausalität – das Verständnis von den physikalischen und biologischen Ursachen des Todes.

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Franke, E. (2018). Palliative Care in der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung. In: Anders leben - anders sterben. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-55825-6_1

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