Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Empirische Erhebungen planen

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Zusammenfassung

Im Laufe empirischer Erhebungen zeigt sich immer wieder, da ihre Anbahnung, Durchführung und Nachbereitung – noch vor der eigentlichen Analyse – für Forschende echte Zeitfresser darstellen können. In der Anbahnungsphase gilt es, z.B. Gesprächspartner/innen zu finden und davon zu überzeugen, ein wenig ihrer Zeit für das eigene Forschungsinteresse zu opfern. Während der Durchführung müssen Forschende häufig innerhalb eines fremden organisatorischen Rahmens Gespräche führen und mit den jeweiligen Restriktionen umgehen. Und die Nachbereitung – zum Beispiel Übersetzung und Transkription – stellt ob der Vielzahl möglicher Eigenheiten der Transkripte (z.B. Anzahl der Sprecher, Dialekte) weitere Hürden auf. Dennoch lässt sich der Zeitaufwand für diese Aspekte prinzipiell mit Hilfe verschiedener Pauschalgrößen überschlagen. Die Grundlage für diese Quantifizierungen stellt im Rahmen des vorliegenden Beitrages vor allem das ausführliche Besprechen der internen Strukturiertheit des Feldes dar. Auf der Basis zwei Fallstudien werden hiernach Kalkulationsbeispiele für Erhebungen durchgesprochen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Leibniz-Institut für LänderkundeLeipzigDeutschland

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