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Wie Sachsen-Anhalt die stärkste Abwanderung Europas erfuhr. Zur Kommunikation von Wissenschaft in den Medien

  • Robert Nadler
  • Tim Leibert
Chapter

Zusammenfassung

Die Kommunikation von Forschungsergebnissen in Bereiche außerhalb der wissenschaftlichen Community wird zusehends Bestandteil von Forschungsprojekten; teilweise fordern Förderinstitutionen dies explizit ein. Hier spielt der Medienbereich als Multiplikator eine wichtige Rolle. Über Pressearbeit kann die Bekanntheit der eigenen Forschung erhöht werden. Zudem können gerade in sozialwissenschaftlichen Forschungsfeldern Untersuchungsgruppen für die empirische Feldforschung gewonnen werden. Letztlich ist Pressearbeit auch wichtig, um gesellschaftliche Akzeptanz für die eigene Forschung zu schaffen. Das Grundproblem bei der Pressearbeit besteht jedoch in der Übersetzung von Forschungsergebnissen aus einer Fachsprache in eine allgemein zugängliche Alltagssprache. Nach einer Beschreibung des Verhältnisses von Wissenschaft und Medien werden in diesem Beitrag auf Basis der Erfahrungen der beiden Autoren im Umgang mit der Presse Handlungsempfehlungen für Wissenschaftler/innen abgeleitet. Für eine gelingende Pressearbeit ist es demnach wichtig, verständlich und transparent zu kommunizieren sowie Alltagsbezüge herzustellen. Darüber hinaus sind die eigenen Erwartungshaltungen an Berichterstattungen zu überdenken. Übungen zum Umgang mit der Presse können helfen, nicht intendierten Folgen vorzubeugen bzw. diese zu antizipieren.

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Authors and Affiliations

  1. 1.ILS Institut für Landes- und StadtentwicklungsforschungDortmundDeutschland
  2. 2.Leibniz-Institut für LänderkundeLeipzigDeutschland

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