Zutritt verboten? Mit Hürden beim Feldzugang konstruktiv umgehen

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Zusammenfassung

Forschende im Feld sehen sich häufig vielerlei Hürden ausgesetzt, die den Zugang zu spezifischen Bereichen, Gruppen oder Personen beschränken. Der Umgang mit diesen Zugangsbeschränkungen – legitim oder nicht – ist dabei gerade in der Anfangsphase von Feldforschung von entscheidender Bedeutung. Über Art und Ausmaß dieser Hemmnisse entscheiden aus der Sicht der Autoren (1) die interne Strukturiertheit des Feldes“ (z.B. Hierarchien, Arbeitsweisen, Riten, epistemische Muster) sowie (2) dynamische Beziehung zwischen Forschenden und Beforschten (z.B. Erwartungen, Wissen übereinander, Vertrauen). Diesbezüglich gilt es zu akzeptieren, dass hinter jeder Zugangsbeschränkung vor allem soziale Subjekte stehen, mit und an denen „gearbeitet“ werden muss. Hierbei muss eine gewisse Flexibilität und Kooperationsbereitschaft als auch der Anspruch umfänglicher Informationsbeschaffung und die Reflektion des eigenen Handelns als ursächlich für eine erfolgreiche Überwindung vieler Hürden gesehen werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Leibniz-Institut für LänderkundeLeipzigDeutschland
  2. 2.Leibniz-Institut für LänderkundeLeipzigDeutschland

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