Farbe in die Biometrie-Lehre bringen – Buntes Übungsmaterial zu Gütekriterien diagnostischer Tests

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Zusammenfassung

Aufgrund des technischen Fortschritts werden sowohl die Bevölkerung als auch medizinisch Tätige in zunehmendem Maße mit neuen diagnostischen Tests konfrontiert. Dabei handelt es sich einerseits um sogenannte Selbsttests, welche freiverkäuflich angeboten werden und dem Verbraucher somit die individuelle Risikoeinschätzung selbst überlassen wird. Andererseits werden diagnostische Tests im klinischen Alltag angeboten, entweder als Kassenleistung oder als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), bei denen keine einheitliche Kosten-Nutzen-Bewertungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss vorliegen und somit eine Risikoeinschätzung individuell im Arzt-Patienten-Gespräch erfolgen muss. Hieraus ergibt sich, dass Grundkenntnisse über statistische Gütekriterien sowohl bei der Bevölkerung als auch bei medizinisch Tätigen von hoher Relevanz für das tägliche Leben bzw. das Berufsleben sind.

In diesem Kapitel wird eine Übungseinheit zum Thema „Gütekriterien diagnostischer Tests“ vorgestellt, die zielgruppenübergreifend, d. h. sowohl für Studierende aus humanmedizinischen oder gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen als auch für Schulprojekte der Oberstufe eingesetzt werden kann. Das Ziel der Veranstaltung liegt darin, ein tiefergehendes Verständnis der Gütekriterien diagnostischer Tests und insbesondere der Abhängigkeit der prädiktiven Werte von der Prävalenz anhand des Übungsmaterials in Form von Farbwürfeln oder Arbeitsblättern in Kleingruppen zu erarbeiten.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Department Gesundheit und PflegeHochschule für Technik und WirtschaftSaarbrückenDeutschland
  2. 2.Department Gesundheit und PflegeHochschule für Technik und WirtschaftSaarbrückenDeutschland

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