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Warum die Menschen das mitmachen – Führung als soziale Konstruktion

  • Peter BergerEmail author
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Zusammenfassung

Warum unterwerfen sich erwachsene Menschen freiwillig und oft mit Freuden fremden Autoritäten? Sind es besondere Eigenschaften, oder mitreißendes Führungsverhalten? Ist es immer der Stärkste, der sich zum Führer aufschwingt? Ist es die Vaterfigur oder der Held oder der Erlöser, den wir zum Führer machen? Wie funktioniert dieses uralte Wechselspiel von Herrschaft und Unterwerfung, das Führer und Geführte miteinander verbindet? Liegt es in der Natur des Menschen, geführt zu werden? Nicht die Stärksten und Intelligentesten werden Führungskräfte, wie ein Blick in die Geschichte „großer Führer“ zeigt. Denjenigen, denen es gelingt, die Motive der Menschen zu aktivieren, schließen diese sich an. Das können Vaterfiguren, Helden oder Menschen sein, die als Erlöser wahrgenommen werden. Führungsbeziehungen stabilisieren sich durch soziale Konstruktion . Führungskräfte und Geführte verfangen sich dabei im Clinch und in selbsterfüllenden Prophezeiungen. Jeder hat seine eigene Wirklichkeit und konstruiert sich seine Welt so, dass möglichst wenig an dieser Konstruktion geändert werden muss. Damit hat jeder Recht – jedenfalls aus seiner Perspektive.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg/professore.de GmbHHamburgDeutschland

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