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Empathie: Erleben und Verstehen der anderen

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Zusammenfassung

Sich selbst oder gar andere zu verstehen, setzt hirnphysiologische Aktivitäten voraus. Diese beruht wiederum auf der entsprechenden Zellstruktur im Gehirn, den Spiegelneuronen. Die „Hardware“ ist also bei jedem Menschen vorhanden – doch warum ist der eine empathisch und der andere nicht? Etwas über die näheren Hintergründe zu erfahren macht verständlich, warum manche verstehen, während es anderen anscheinend unendlich schwer fällt, sich in die Erlebniswelt ihrer Mitmenschen einzufühlen. Diese Tatsache macht ahnend nachvollziehbar, dass zuweilen ein kopfmäßiges Verstehen noch lange kein emotionales Verstehen ist. Der Sprache kommt dabei eine besondere Rolle zu: Sie kann empathische Spiegelungen verstärken oder erst hervorrufen. Als Instrument der intersubjektiven Verständigung hat sie zudem eine große Bedeutung für das Gefühl der Bestätigung, für die Klärung von Fehlwahrnehmungen, Fehlschlüssen oder Missverständnissen und besonders für das selbstwertbezogene Gefühl des Verstanden-Werdens.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Boning Consult GmbH AtricomFrankfurtDeutschland

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