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Grönland

Chapter
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Part of the Geographische Anthologie des 19. Jahrhunderts book series (AAW)

Zusammenfassung

Wie man es auch immer betrachtet, Grönland ist das Land der Extreme: Mit seiner Nord-Süd- Erstreckung von 2650 Kilometern vom Kap Farvel auf 59° 46′ 28″ bis Kap Morris Jessup auf 83° 37′ 39″ nördlicher Breite und einer bis zu 1200 Kilometern erreichenden Breite vom Kap Alexander auf 73° 1′ 32″ bis Nordostrundingen auf 11° 29′ 22″ Länge westlich von Greenwich kommt das geographisch zu Amerika rechnende Grönland auf eine Fläche von 2,17 Millionen Quadratkilometer und ist damit, Deutschland sechsfach an Fläche übertreffend, die größte Insel der Welt. Aber weniger als ein Fünftel von Grönland in Küstennähe wird im Sommer eisfrei, während der Rest der Insel vom bis zu 3400 Meter mächtigen Panzer des Inlandeises bedeckt bleibt. Aufgrund dieser harschen naturräumlichen Verhältnisse verwundert es nicht, dass sich nur an einigen wenigen Küstenplätzen eine sehr geringe Bevölkerung findet, die vorwiegend aus in mehreren Wellen vom kanadischen Polararchipel zugewanderten Eskimo besteht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lassen die länderkundlichen Zeitschriftenberichte darauf schließen, dass sich das damalige mitteleuropäische Interesse an Grönland vor allem auf die kuriosen zeitweiligen Ansiedlungen der Nordmänner, das „Naturvolk“ der Eskimo und die so fremdartige Landesnatur mit dem dominanten Inlandeis(gletscher) konzentrierte.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Department of HistoryUniversity of Texas at ArlingtonArlingtonUSA

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