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Supplier Code of Conduct: CSR und Vertragsgestaltung mit Lieferanten – „Ansprüche an Compliance und Nachhaltigkeit glaubhaft vertreten und durchsetzen“

  • Sebastian SchröderEmail author
Chapter
Part of the Management-Reihe Corporate Social Responsibility book series (MRCOSORE)

Zusammenfassung

Unternehmensleitungen erkennen in zunehmendem Maße, dass Compliance und Nachhaltigkeit einen unternehmerischen Wert bedeuten, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. Wer lediglich auf rein interne Selbstverpflichtungen verweist, muss dringend weitere Hausaufgaben erledigen. Fortgeschrittene Unternehmen haben zunächst intern geltende Verhaltensrichtlinien (Ethik-Richtlinien, Business-Guidelines, Code of Conducts) in ihre Unternehmensorganisation eingeführt und dann Compliance- bzw. Corporate Social Responsibility-Strukturen aufgebaut. In den vergangenen Jahren wurde ein verstärkter Fokus auf die Lieferbeziehungen gelegt. Die Unternehmen (in ihrer Funktion als Kunden) versuchen, diese Themen gegenüber Lieferanten zu adressieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Lieferanten entsprechend zu steuern. Dies geschieht im Rahmen der Steuerung mittels vertraglicher Regelungen. So werden standardisierte Verträge wie Allgemeine Einkaufsbedingungen genutzt, um Nachhaltigkeits- und/oder Compliance-Klauseln zu verankern. Manche Unternehmen verwenden darüber hinaus sogenannte Supplier Code of Conducts, in denen in einem separaten Dokument Anforderungen an relevante Nachhaltigkeits- und Compliance-Themen gestellt werden.

Abkürzungsverzeichnis

BGB

Bürgerliches Gesetzbuch

BME

Bundesverband für Materialwirtschaft und Logistik e.V.

CSR

Corporate Social Responsibility

ILO

Internationale Arbeitsorganisation

KonTraG

Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

UN

United Nations

Literatur

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  2. Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik e. V. (2012a). Anforderungen an einen Compliance-/CSR-Prozess im Lieferantenmanagement (BME C 1000). Online unter www.bme.de/compliance-lieferantenmanagement.
  3. Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik e. V. (2012b). Korruption (BME C 1100). Online unter www.bme.de/complicance-lieferantenmanagement.
  4. Gerichtshof der Europäischen Union (2014). Urteil des Gerichtshofs (Neunte Kammer) Beschluss vom 18.09.2014, AZ: C-549/13. Online unter http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?docid=157851&doclang=DE.
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  7. Peyer, C. & Egger, M. (2012). Factsheet. Wirtschaft und Menschenrechte: Die Uno-Leitprinzipien von John Ruggie. Online unter rechtohnegrenzen.ch/media/medialibrary/2013/01/rog_factsheet_ruggie_d.pdf.Google Scholar
  8. Schröder, S. (2013). § 16 Compliance in der Einkaufsorganisation. In Hauschka, C. (Hrsg.), Formularbuch Compliance (S. 301–330). München: C.H. Beck Verlag.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.KölnDeutschland

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