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Untersuchungsmethoden

  • Heinrich Schlecht
Chapter
Part of the Medizinische Praxis book series (2867, volume 13)

Zusammenfassung

Für die Zwecke der hämatologischen Blutuntersuchung braucht man in der Regel nur geringe Blutmengen, zu deren Gewinnung ein kleiner Einstich in die Haut vollkommen genügt. Nur für die später zu erwähnenden, speziellen serologischen Untersuchungsmethoden erfolgt die Blutentnahme mittels Venenpunktion. Als Ort des Einstiches wählen wir die Fingerbeere oder das Ohrläppchen. Im allgemeinen verdient die Fingerbeere den Vorzug, weil hier eine bessere Desinfektion möglich ist und auch die Blutentnahme störende Haare fehlen. Bei empfindlichen Patienten ist das Ohrläppchen vorzuziehen, da hier der Einstich wesentlich weniger schmerzhaft ist. Die Erzeugung einer aktiven Hyperämie durch ein warmes Handbad ist zweckmäßig, da das Blut dann besser fließt und kein Druck ausgeübt zu werden braucht. Vor dem Einstich ist die Haut sorgfältig mit Alkohol und Äther abzureiben, um sie von Schweiß und Fett zu befreien und zu desinfizieren. Als Instrument verwendet man entweder eine kleine spitze Lanzette oder die sogenannte Franckesche Nadel (Abb. 1). Diese enthält in einer Hülse eine durch eine Feder bewegliche Lanzette, die Tiefe des Einstiches kann beliebig variiert werden. Noch einfacher benutzt man die bajonettförmige Hälfte einer spitzen Feder, deren andere Hälfte man abbricht. Dieses überall leicht zu erhaltende und herzustellende Instrument ist durch Ausglühen leicht zu sterilisieren. Im übrigen geschieht die Reinigung der Instrumente durch Abreiben mit Alkohol und Äther oder durch Ausglühen in der Flamme. Brauchbar ist auch die von Soennecken hergestellte Impfstahlfeder.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Heinrich Schlecht
    • 1
  1. 1.Sanatorium Ebenhausen bei MünchenEbenhausenDeutschland

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