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Psychologie pp 48-96 | Cite as

Das Problem der Eigenschaften

  • Wolfgang Metzger
Part of the Wissenschaftliche Forschungsberichte book series (WIFO)

Zusammenfassung

Folgenreicher als der physiologistische und der materialistische Grundsatz war und ist in den üblichen Denken der Psychologie, soweit sie sich müht, eine strenge Wissenschaft zu sein, der Grundsatz des Atomismus oder der Summenhaftigkeit. Er ist etwa folgendermaßen zu fassen:

In allem Vielfältigem (Komplexen) sind das eigentlich Wirkliche die einzelnen einfachsten Bestandteile (die Elemente). Alle umfassenden Gebilde sind „Und-Summen” ihrer einfachsten Bestandteile. Das bedeutet zweierlei: In diese Ansammlungen oder Aggregate gehen die einfachsten Bestandteile unverändert ein wie die Steinchen in ein Mosaik: Sie sind „gegen einander blind”; sie haben in den Ansammlungen keinerlei Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die sie nicht außerhalb, als isolierte Einzelgebilde, der Art und dem Maß nach ebenso haben. Zugleich sind an den Ansammlungen keinerlei Eigenschaften oder Verhaltensweisen aufweisbar außer denjenigen ihrer einzelnen Bestandteile, allenfalls deren Summe oder Mischung.

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Referenzen

  1. *).
    Die vielleicht noch eindrucksvolleren Folgen für die Auffassung von der Entstehung und Entwicklung umfassenderer seelischer Gebilde werden erst im Zusammenhang mit dem allgemeinen Entwicklungsproblem (Kap. 9) besprochen.Google Scholar
  2. **).
    Der atomistische Grundsatz hat übrigens diese schärfste Ausprägung nicht in der klassischen englischen Assoziationspsychologie, sondern erst in der Psychologie des 19. Jhdts. erfahren (Ehrenstein 1942, S. 3 u. 269).Google Scholar
  3. *).
    Die Verwicklungen, die damit zusammenhängen, daß die Abweichungen nicht in geometrischem, sondern in anatomisch-physiologischem Maße gemessen werden müssen, können hier füglich unerörtert bleibe n.Google Scholar
  4. *).
    Die genauere Durchführung dieser Annahme auf akustischem Gebiet (Mach 1922, S. 234 ff.) ist so verwickelt, daß sie hier nicht besprochen werden kann.Google Scholar
  5. *).
    Ober die dabei herrschenden Gesetze vgl. das folgende Kapitel.Google Scholar
  6. **).
    Der Begriff des Reizes wird hier freilich — zum mindesten in dem optischen Beispiel — in einer sehr unscharfen Weise gebraucht; vgl. dazu Kapitel 3, § 12.Google Scholar
  7. *).
    Vgl. § 9 dieses Kapitels.Google Scholar
  8. **).
    Vorausgesetzt natürlich, daß man nicht zwei verschieden scharfe Augen oder Ohren hat und das bessere verschließt, und daß nicht das verschlossene Ohr vorher günstiger zur Schallquelle lag als das andere (Klemm 1914, Wittmann 1921).Google Scholar
  9. *).
    Die zeitweise mit etwas übertriebener Heftigkeit erörterte Frage, ob ungleiche Stärke der entscheidende Faktor sei, ist inzwischen dahin beantwortet, daß sie tatsächlich eine unabhängige, nicht auf Zeitunterschiede zurückführbare Richtwirkung ausübt. Diese ist freilich in jedem Fall derart schwankend, daß eben hierdurch der Zeitunterschied sich als der eigentliche Richtungsreiz des natürlichen Hörens erweist (Békésy 1930: vgl. aber auch Stevens and Newman 1934).Google Scholar
  10. **).
    Vgl. Kap. l, §7.Google Scholar
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    Siehe Kapitel 1, § 8.Google Scholar
  12. *).
    Bei Orten etwa die Richtung, bei Tönen das Intervall; s. schon § 4 dieses Kap.Google Scholar
  13. *).
    Kapitel 1, § 6; der Ausdruck „Vorstellungsinhalte” bezeichnet im damaligen Sprachgebrauch auch das, was wir heute „Wahrnehmungsinhalte” nennen. **) Siehe § 18 dieses Kapitels, Punkt 6.Google Scholar
  14. *).
    Einige grundlegende Gefügeeigenschaften werden in den folgenden Kapiteln 3 bis 6 eingehender behandelt.Google Scholar
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    Kapitel 8, §§ 4 und 5.Google Scholar
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    Kapitel 2, § 9, Kapitel 7, § 5.Google Scholar
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    Vgl. Punkt 7 des folgenden §.Google Scholar
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    Vgl. Punkt 8 des folgenden §.Google Scholar
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    Vgl. das Beispiel von Zwiespältigkeit unter Nr. 3 des folgenden §.Google Scholar
  20. *).
    Daß wir in diesem Zusammenhang auch Farben, also einfache Sinnesqualitäten, einführen, darüber vgl. Punkt 5 dieses Paragraphen.Google Scholar
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    Die allgemeine Erörterung des Prägnanzproblems wird in Kapitel 6 fortgesetzt und vorläufig abgeschlossen.Google Scholar
  22. **).
    Siehe die Anmerkung am Schluß des § 5 dieses Kapitels.Google Scholar
  23. *).
    Über den Ausdruck „Vorgestalt”, der in solchen Fällen von manchen Verfassern für die ungegliederte Erscheinungsweise gebraucht wird, vgl. Kapitel 9, § 4,6.Google Scholar
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    Vgl. Kapitel 1, § 6, und Kapitel 8, § 4.Google Scholar
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  26. *).
    Siehe den folgenden Paragraphen und vor allem Kapitel 4, § 20 f.Google Scholar
  27. *).
    Hiervon handeln die folgenden Kapitel 3–7.Google Scholar
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    § 10 dieses Kapitels.Google Scholar
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    Vgl. Kapitel 4, § 20 f.Google Scholar
  30. **).
    Kapitel 4, § 21.Google Scholar
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    § 12 dieses Kapitels und Kapitel 4, § 20.Google Scholar
  33. **).
    Auf einzelne Ergebnisse kommen wir in den späteren Kapiteln zurück.Google Scholar
  34. *).
    Siehe auch Kapitel 8.Google Scholar
  35. *).
    Siehe auch die Beispiele § 2 dieses Kapitels.Google Scholar
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    Kapitel 6 und 7.Google Scholar
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    Die ehemalige Hauptfrage nach der Beziehung zwischen der einzelnen Sinnesqualität und dem zugehörigen chemischen Vorgang bleibt zwar als wichtige Tatsachenfrage bestehen; die einfachsten einsichtig beantwortbaren Fragen beziehen sich jedoch auf das gegenseitige Verhältnis von mindestens zwei Qualitäten, wie in der Theorie des Kontrastes (G.E.Müller 1896; Hering 1905; W.Köhler 1920).Google Scholar
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    Siehe Kapitel 8.Google Scholar
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    Dieser Vorwurf trifft leider auch die scharfsinnige Untersuchung von Lin-schoten (1952).Google Scholar
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    Vgl. die folgenden Paragraphen.Google Scholar
  41. *).
    Siehe Kapitel 3, § 7.Google Scholar
  42. **).
    Der natürliche Teil braucht übrigens nicht durchaus vollständig gegeben zu sein; siehe Kapitel 6, § 8, 3.Google Scholar
  43. ***).
    Siehe Kapitel 1, § 13, und Kapitel 6, § 8; § 12, 2.Google Scholar
  44. ****).
    Wieso trotz gis noch G-dur, darüber vgl. Kap. 4, § 15.Google Scholar
  45. *).
    Vgl. Kapitel 3, § 16, 2.Google Scholar
  46. *).
    Siehe § 12 dieses Kapitels.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Metzger
    • 1
  1. 1.Psychologischen InstitutsUniversität MünsterDeutschland

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