Zusammenfassung

Die Elektrizität hat ihren Namen von dem Bernstein, der im Griechischen „Elektron“ hieß und dessen eigentümliche Eigenschaft, elektrisch zu werden, wenn man ihn reibt, schon im Altertum bekannt war. Die Elektrizität des Bernsteins äußert sich genau so, wie diejenige des Hartgummis; dieser Stoff wird, wie allgemein bekannt ist, ja ebenfalls durch Reiben mit Wolle elektrisch, wie man sich an einem Federhalter aus Hartgummi leicht überzeugen kann, der nach dem Reiben imstande ist, kleine leichte Papierstückchen anzuziehen, die er dann nach erfolgter Berührung gleich wieder fallen läßt, um sie sofort wieder anzuziehen, sobald sie auf den Tisch gefallen sind. So geht das fortwährende Anziehen und Abstossen einige Zeit fort, bis schließlich der Federhalter seine Kraft verliert. Denselben Versuch kann man auch mit einer Stange Siegellack ausführen. Hält man einen solchen elektrisch gemachten Körper vorsichtig an das Ohr, so hört man ein leises Knistern, welches von überspringenden kleinen Funken herrührt. Besonders stark wird dieses Knistern, wenn man einer Katze mit einem Hartgummikamm das Fell kämmt.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1905

Authors and Affiliations

  • Rudolf Krause

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