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Prüfung erhitzter Schamottesteine auf Druckfestigkeit

Zusammenfassung

Die Prüfung der Druckfestigkeit von Schamottesteinen bei verschiedenen Hitzegraden (bis zu 1200 C°), die schon lange geplant war1), aber wegen der entgegenstehenden Schwierigkeiten immer wieder aufgeschoben werden mußte, ist am 12. September 1900 aus Anlaß eines bestimmten Falles von Herrn Fritz W. Lürmann erneut angeregt worden. Herr Lürmann wies auf die große Wichtigkeit dieser Prüfung für den Unterbau steinerner Winderhitzer hin, die bei 30 bis 33 m Höhe im Unterbau einem Druck von 7,5 bis 10 kg/qcm ausgesetzt sind. Ein solcher Winderhitzer enthält 956000 kg feuerfeste Steine, die verloren sind, wenn die unteren Steine diesem Druck nicht widerstehen können. Am 8. März 1901 teilte Herr Zetzsche in Mülheim mit, daß das Bestreben, die Winderhitzer (Cowper-Apparate) immer höher zu bauen und die immer wertvoller werdenden Gichtgase möglichst auszunutzen, bereits Höhen von 35 m ergeben hat. In einem bestimmten Falle ist der Druck auf den Unterbau eines 30 m hohen Winderhitzers auf 10,5 kg/qcm berechnet worden, es sind also zweifellos bei größerer Höhe der Winderhitzer noch größere Drucke möglich. Solche Drucke setzen sehr widerstandsfähige Steine voraus, wobei darauf Rücksicht zu nehmen ist, daß Schamottesteine unter sich in ihrer Festigkeit erheblichen Schwankungen unterliegen, was genau wie bei gewöhnlichen Ziegelsteinen auf Ungleichmäßigkeit des Materials, der Pressung und des Brandes zurückzuführen ist. Aus diesem Grunde werden schon im Amt mindestens 10 Steine in jeder Reihe geprüft und in Fällen, in denen es besonders auf Zuverlässigkeit der Mittelwerte ankam, ist diese Zahl auf je 20 erhöht worden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1910

Authors and Affiliations

  • M. Gary
    • 1
  1. 1.Abteilung 2 für BaumaterialprüfungDeutschland

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