Zusammenfassung

Der Code Civil, das französische Zivilgesetzbuch, hat ein Alter von 130 Jahren. Durch das Machtwort Napoleons 1804 dem Volke gegeben, hat er alle politischen und wirtschaftlichen Krisen Frankreichs überdauert und ist noch heute ein gewaltiges bewundernswertes Werk. Auf seiner Grundlage spielen sich noch heute die meisten Vorgänge des menschlichen Lebens ab, im Gebiete des Familienrechtes, des Erbrechtes und des Vermögensverkehrs. Die tüchtigsten Juristen des Landes haben als Richter, Gesetzgeber und Anwälte das Recht des Code Civil weiter ausgebildet. Teils wurden veraltete Gesetzesartikel durch neue den modernen Bedürfnissen mehr entsprechende ersetzt, teils änderte sich die Auslegung entsprechend geänderter Lebensauffassung.

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Literatur

a) Privatrecht

  1. Colin, A. et H. Capitant: Cours élémentaire de Droit Civil Français, 7. éd., Paris, 1931/32, drei Bände, wohl das am häufigsten benützte Handbuch, vor allem für den Studierenden und den Anwalt. Es ist auch vom Verfasser in weitgehendem Maße benutzt worden.Google Scholar
  2. Capitant, H.: Introduction à l’étude du Droit Civil (notions générales), 5. éd., Paris 1929.Google Scholar
  3. Planiol, M. et S. Ripert: Traité Pratique de Droit Civil Français, Paris 1925–1932, 14 Bände. Der letzte Band ist zur Zeit (Sommer1933) noch nicht erschienen.Google Scholar
  4. Planiol, M. (avec la collaboration de Ripert): Traité Elémentaire de Droit Civil, 12. éd. Paris 1932, 3 Bände. Kleinere Publikationen, die in gedrängter Form das ganze Gebiet des französischen Rechtes wiedergeben, sind die Petits Précis Dalloz besonders für das Privatrecht.Google Scholar
  5. Planiol, M. (avec la collaboration de Ripert): Précis de Droit Civil 3. éd. Paris 1932, 3 Bändchen, ein Hilfsmittel vor allem in der Hand des Studenten.Google Scholar
  6. Zachariae von Lingenthal: Handbuch des französischen Zivilrechts (eine systematische Darstellung), 8. (letzte) Auflage, Freiburg i. Br. 1894 (leider schon veraltet, aber für die Kenntnis der Grundzüge des französischen Rechtes immer noch wertvoll).Google Scholar

b) Internationales Privatrecht

  1. Niboyet, J.-P.: Manuel de Droit International Privé, 2. éd.-Petits Précis Dalloz (siehe oben): Précis de Droit International Privé par P. Lerebours-Pigeonnière, 2. éd., Paris 1933.Google Scholar
  2. Siehe auch M. Gutzwiller (unten unter „Gesetze“).Google Scholar

c) Sammlungen von gerichtlichen Entscheidungen, Gesetzen usw

  1. Dalloz: Répertoire Pratique de Législation, de Doctrine et de Jurisprudence, Librairie Dalloz, erschienen in den Jahren 1910 bis 1926 in 12 Bänden und 3 Supplementbänden (bis 1931), gibt unter alphabetisch geordneten Stichwörtern die gesamte Gesetzgebung, Doktrin und Rechtsprechung wieder.Google Scholar
  2. Dalloz: Jurisprudence Générale, Recueil Périodique et Critique de Jurisprudence, de Législation et de Doctrine, eine Sammlung aller Gesetze, Dekrete, gerichtlichen Entscheidungen usw., erschienen seit dem Jahre 1847 in jährlichen Bänden eingebunden, die einzelnen Bände nach den verschiedenen Gerichten und Materien in mehrere Teile geteilt, Premiere Partie usw. Zitierart = D.P. 98. 1.43 bedeutet: Recueil Périodique, Jahr 1898, erste Partie, S. 43. Die beiden Sammlungen Dalloz gehören zum eisernen Bestand der Bibliothek eines französischen Juristen.Google Scholar

d) Gesetze

  1. Code Civil zitiert nach Artikeln, z. B. C. c. 440, oder Art. 440. Die beste französische Textausgabe ist Dalloz, Code Civil, Paris 1933, Librairie Dalloz, gibt den ganzen Gesetzestext und den Text der Nebengesetze mit Anmerkungen, nach dem Stande der neuesten Zeit, also die durch neuere Gesetzgebung geänderten Artikel in der zur Zeit geltenden Redaktion. Die in diesem Buche zitierten Artikel beziehen sich auf die Ausgabe 1933. Jedes Jahr erscheinen neue Ausgaben nach dem Stande der neuesten Gesetzgebung. Sind im vorliegenden Buche nur Artikel mit der Ziffer (z. B. Art. 310) ohne besondere Angabe „C. c.“ (Code civil) angeführt, so ist immer der Code civil gemeint.Google Scholar
  2. Frankreich, Code Civil. Der Gesetzestext in französischer und deutscher Sprache mit Kommentar, erschienen als Band 1 des Werkes „Die Zivilgesetze der Gegenwart“, 1932, Verlag J. Bensheimer, Mannheim, Berlin, Leipzig. Darin „Die Grundzüge des zwischenstaatlichen Privatrechts Frankreichs”, von M. Gttzwiller. Dieser Kommentar ist eine außerordentlich tüchtige und verdienstvolle Arbeit, ein Werk gründlicher deutscher Wissenschaft. Von besonderem Werte ist die Gegenüberstellung des französischen Gesetzestextes und einer deutschen Übersetzung.Google Scholar
  3. Code de Procédure civile empfehlenswert ist die Ausgabe der Petite Collection Dalloz, 30. Auflage, 1933, welche mit zahlreichen Anmerkungen auch alle Nebengesetze gibt.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1934

Authors and Affiliations

  • Arthur Curti
    • 1
  1. 1.ParisFrankreich

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