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Zusammenfassung

Für die Berufsberatung hängt die Klientel der Heilpädagogik unmittelbar mit Fragen des Arbeitsmarktes und des Wirtschaftslebens zusammen. Bei ihr verschiebt sich der Schwerpunkt vom Menschen auf die Sache und der optimale Ertrag wird erreicht, wenn die heilpädagogisch Erzogenen restlos dem Wirtschaftsleben angepaßt werden. Nicht Fürsorge sondern Arbeit ist hier das Ziel! Von diesem Standpunkt aus interessiert es die Erfahrungen über das rein praktische Berufsschicksal der Hilfsschüler zu berücksichtigen, das wir aus den Darlegungen von Breitbarth und auch B a p p e r t kennen. Bei den Lebens -Schicksalen des letzterwähnten Materials imponieren vor allem die Epileptiker und die Wegläufer; sie wTerden arbeitlich besondere Schwierigkeiten bereiten und wahrscheinlich überhaupt nicht unterbringbar bleiben. Bei dem umfänglicheren Breit b art h sehen Material lernen wir vor allem, daß die ältere Auffassung, die Landwirtschaft sei das Ideal, nicht stimmt, denn nur 17% arbeiteten dort, dagegen 38% in der Industrie, 23% im Handwerk, 2% bei Behörden und 19% an anderen Stellen. Bei den Mädchen blieben 29% im Elternhaushalt, 28% in anderen Haushaltungen, 22 % in der Industrie, 7 % in der Landwirtschaft, je 6% in gelernten Berufen bzw. Mischtätigkeiten und nur 0,6% bei Behörden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1929

Authors and Affiliations

  • F. Giese
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschland

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