Advertisement

Geschäfte der Projektierung

  • Adam Schwappach

Zusammenfassung

Wenn auch der allgemeine Gang der verschiedenen Geschäfte des Forsthaushaltes teils durch die Grundsätze der Wissenschaft, teils durch die generellen Dienstesvorschriften vorgezeichnet ist, so kann doch der Wirtschaftsbeamte, selbst unter Voraussetzung des höchsten Maßes von Selbständigkeit, nie so unabhängig und willkürlich vorgehen, daß er lediglich nach eigenem Ermessen die einzelnen Betriebsgeschäfte erst unmittelbar vor der Ausführung anordnet, sondern aus gewichtigen Gründen ist in einem jeden geordneten Forsthaushalt vorgeschrieben, daß sich die innerhalb einer gewissen Zeitpertode auszusührenden Arbeiten auf einen im voraus ausgearbeiteten und von der zuständigen Behörde genehmigten Plan zu stützen haben, und zwar aus folgenden Gründen:
  1. 1.

    Die verschiedenen Geschäfte erheischen zu ihrer Durchführung Geldmittel, bezüglich deren Größe Berechnungen vorliegen müssen, damit die nötigen Mittel auf gesetzmäßigem Wege beschafft und ordnungsmäßig zur Verfügung gestellt werden können.

     
  2. 2.

    Der Forstbetrieb ist bestimmt, Erträge zu liefern, welche, soweit es überhaupt bei einer Handelsware möglich ist, alljährlich in wenigstens annähernd gleicher Größe eingehen sollen; ferner müssen Verpflichtungen, welche aus Verträgen oder Berechtigungen hervorgehen, durch entsprechende Abgaben erfüllt werden; beides ist jedoch nur unter Voraussetzung eines wohldurchdachten, allen Verhältnissen Rechnung tragenden Planes möglich.

     
  3. 3.

    Die von den wirtschaftlichen Operationen veranlaßen Konsequenzen sind so weitreichend, daß eine Prüfung der projektierten Arbeiten von seiten der kompetenten Organe schon vor der Ausführung als geboten erscheint.

     
  4. 4.

    In einem so ausgedehnten Geschäft, wie die Forstverwaltung, ist es notwendig und für den leitenden Beamten geradezu unerläßlich, einen klaren Überblick und eine vollständige Disposition über alle bevorstehenden Arbeiten zu besitzen.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1884

Authors and Affiliations

  • Adam Schwappach
    • 1
  1. 1.Universität GießenDeutschland

Personalised recommendations