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Schlußbetrachtung

  • Hermann Hoffmann
Part of the Grenzfragen des Nerven- und Seelenlebens book series (GNS)

Zusammenfassung

Wir stehen am Ende unserer Betrachtung der Temperamentsvererbung und werfen einen Blick rückwärts. Nur allzu deutlich erkennen wir, wie sehr gerade dieses Gebiet der Vererbungslehre noch in den Anfängen seiner Entwicklung steht. Von feststehenden Gesetzmäßigkeiten kann noch nicht die Rede sein. Wir werden uns zunächst damit befassen müssen, ein größeres Material zu sammeln, um zu sehen, welche Erbkonstellationen überhaupt vorkommen2). Bei der Ordnung dieses Materials können wir zwei verschiedene Wege einschlagen. Einmal werden wir versuchen, einzelne gleichartige Kreuzungsgruppierungen zusammenzustellen, wie ich es im I. Kapitel mit der Kreuzung: Sthenisch und Asthenisch getan habe. Es wird sich hier darum handeln, festzustellen, ob unter den Kindern gleiche oder ähnliche Persönlichkeitstypen häufiger wiederkehren. Ich glaube im I. Kapitel einen derartigen Typus gefunden zu haben. Zweitens aber können wir gleichartige Persönlichkeitstypen zusammenordnen und ihre Aszendenz erbbiologisch analysieren. Dann wird sich herausstellen, in welcher Beziehung die Erbbilder dieser Probanden übereinstimmen. Die Aszendenzuntersuchung, ausgehend von gleichartigen Probanden, und die Deszendenz Untersuchung, ausgehend von gleichartigen Kreuzungen: das sind die beiden Wege, die zunächst beschritten werden müssen.

Referenzen

  1. 1).
    R. Goldschmidt, Die quantitative Grundlage von Vererbung und Artbildung. Berlin. Julius Springer. 1920.Google Scholar
  2. 2).
    Sehr dankbar würde ich es begrüßen, wenn auch nicht psychiatrische Laienkreise mich hierin unterstützen würden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Hermann Hoffmann
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik für Gemüts- und Nervenkrankheiten in TübingenDeutschland

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