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Über reduzierende Substanzen im Blute und ihre Beziehung zum Blutzucker

  • E. Gabbe
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

Die Bestimmung des Blutzuckers erfolgt in der Regel durch Bestimmung der Reduktionskraft des Blutes; die neueren Untersuchungen haben ergeben, dass im Blute von Gesunden fast 100% der reduzierenden Substanzen als Zucker anzusprechen sind. Nach den jetzt herrschenden Anschauungen ist dieser Zucker als das einzige Kohlenhydrat des Blutes anzusehen. Es ist nun eine viel diskutierte Frage, ob neben dem freien, durch die Reduktion nachgewiesenen, Zucker noch Kohlenhydrate im Blute in einer anderen Form vorkommen, die bei der Enteiweissung nicht in das Filtrat mit übergehen oder nicht direkt reduzieren. Man hat das Blut mit Säuren erhitzt und mit Fermenten behandelt und die dabei neu auftretenden reduzierenden Stoffe als durch Hydrolyse frei gewordenen Zucker angesehen; derartige Beobachtungen und Deutungen sind schon von Magendie und Naunyn l) angestellt worden und später hauptsächlich von Lépine und seinen Mitarbeitern 1) vertreten worden. Neuerdings findet man in der ausländischen Literatur öfters ähnliche Angaben. Ege 2) hat die Befunde Lépines nachgeprüft und nicht bestätigen können; aber Eges Versuche mit Fermenten genügen unseren heutigen Ansprüchen nicht; denn er hat die Wasserstoffzahl der Lösung bei der Wirkung des Fermentes Emulsin nicht berücksichtigt. Es schien mir daher angebracht, die Versuche mit einwandfreier Technik zu wiederholen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • E. Gabbe
    • 1
  1. 1.WürzburgDeutschland

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