Das Verhalten der Verdauungsfermente des Blutes bei der Phosphorvergiftung.

  • Frhr. v. Falkenhausen
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

Der physiologische Zweck der spezifischen Verdauungsfermente des Blutes lässt sich nicht ohne weiteres erklären. Schon vor dem Übertritt in die Blutbahn unterliegen die Nahrungsstoffe der starken Wirkung der Fermente des Verdauungstraktus, so dass sie in das Blut bereits in einer Form gelangen, die zu ihrer Aufnahme in die Zelle geeignet ist. Eine Einwirkung von Blutfermenten erscheint demnach entbehrlich. Daher ist vielfach angezweifelt worden, ob den geringen Mengen von spezifischen Verdauungsfermenten im Blute überhaupt irgend eine spezielle Funktion zukommt. Es wäre denkbar, dass es sich nur um ausgeschwemmte Gewebsfermente handelt, die zu keinem anderen Zweck als dem ihrer Ausscheidung im Blut kreisen. Danach müsste man erwarten können, dass bei bestimmten schweren Stoffwechselstörungen Änderungen des Gehalts an Verdauungsfermenten im Blute auftreten. Was zunächst die Diastase anbelangt, so ist ihr Verhalten bei verschiedenen Organerkrankungen bereits untersucht worden. Nennenswerte Differenzen haben sich hierbei nur bei Steinen und Geschwülsten des Pankreas im Sinne der Vermehrung ergeben. Es handelt sich hierbei aber zweifellos um ein Übertreten von Pankreasdiastase ins Blut infolge Sekretstauung.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

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  • Frhr. v. Falkenhausen

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