Über den Abbau der β-Oxybuttersäure durch Fermente der Leber

  • Joachim Kühnau
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

Seit der Entdeckung Minkowskis, dass die Grundtatsache der diabetischen Azidose in einer Ausscheidung von Oxybuttersäure besteht, sind zahlreiche Untersuchungen über die Stellung dieser Säure im normalen intermediären Stoffwechsel angestellt worden. Während nun die umfassenden Arbeiten der Hofmeisterschen Schule sowie Embdens und seiner Mitarbeiter Klarheit darüber geschaffen haben, aus welchen Vorstufen die Oxybuttersäure im Körper entstehen kann, ist es trotz grösster Bemühungen bisher nicht gelungen, über das weitere Schicksal dieser Säure im Organismus Aufschluss zu erhalten. Besonders eigenartig erschien in diesem Zusammenhang der mehrfach erhobene Befund, dass im Durchströmungsversuch die Leber, die als einzige Stätte der Ketonkörperbildung längst erwiesen ist, nicht imstande sein soll, diese Ketonkörper weiter zu zerlegen. Nun hat in letzter Zeit wieder Snapper darauf hingewiesen, dass Leber in Kontakt mit normalem Blut aus unbekannten Vorstufen sehr schnell Oxybuttersäure zu bilden vermag, und es besteht die Möglichkeit, dass die auf diese Weise neu entstandene Oxybuttersäure einen evtl. vorhandenen Abbau überdeckt. Wir gingen dem Problem des Ketonkörperabbaus in der Leber erneut nach und arbeiteten der übersichtlicheren Verhältnisse wegen mit Leberextrakten. Es ergab sich, dass sich aus frischer Rindsleber

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Joachim Kühnau
    • 1
  1. 1.WiesbadenDeutschland

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