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Insulinwirkung und Muskelarbeit. (Nach gemeinsam mit Dr. Cramer durchgeführten Untersuchungen)

  • M. Bürger
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

M. H.! Vor sieben Jahren habe ich an dieser Stelle über die Wirkung der Muskelarbeit auf den Stoffwechsel des zuckerkranken Menschen Ihnen vorgetragen. Während der Stoffwechselgesunde im nüchternen Zustande eine Arbeit von 20000 mkg in einer halben Stunde durchgeführt, nach einem vorübergehenden Anstieg des Blutzuckers eine sehr rasche und weitgehende Verminderung desselben bis um etwa 50% des Ausgangswerts antwortet (Zschr. f. d. ges. exp. Med., Bd. V, S. 125), wie ich bereits im Jahre 1914 nachgewiesen habe; dagegen verhält sich der Zuckerkranke, solange er diätetisch nicht beeinflusst ist, wesentlich anders: Er beantwortet nämlich den gleichen Arbeitsreiz paradoxer Weise mit einer über Stunden anhaltenden erheblichen Vermehrung des Blutzuckers. Diese eigentümliche Tatsache habe ich mir als den Effekt eines tropischen Reflexes gedeutet, welcher auf den Bahnen von der Muskulatur zum Claude-Bernardschen Zentrum und von hier zentrifugal über den Splanchnikus zur Leber verläuft und eine abundante Glykogenausschüttung, die weit über das physiologische Maß hinausgeht, zur Folge hat. (A. f. exp. Path. u. Pharm., Bd. 87, S. 233, 1920.) Dieser Deutung der von mir beobachteten Tatsachen haben sich unter anderen von Noorden und Isaak angeschlossen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • M. Bürger
    • 1
  1. 1.KielDeutschland

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