Über den Einfluss des Sympathikus auf die Muskelkontraktionen

  • H. E. Büttner
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

Herr Gabbe wies eben auf die Störung im Kohlehydratstoffwechsel des Muskels hin, die man nach Ausschaltung der sympathischen Innervation findet. Nun haben in jüngster Zeit Embden1) und Parnas2) gefunden, dass mit dem Kohlehydratstoffwechsel eng verknüpft sich Ammoniak im Muskel bildet. (In Ruhe enthält der Muskel Spuren von Ammoniak, nach Arbeit steigt der Ammoniakgehalt erheblich und auch Zerreiben und Zerschneiden des Muskels hat eine sogenannte traumatische Ammoniakbildung zur Folge.) So haben wir auch den Ammoniakstoffwechsel nach Sympathektomie studiert und gefunden, dass sowohl die Arbeits- als auch die traumatische Ammoniakbildung bei einseitig sympathektomierten Fröschen auf der operierten Seite etwa 60% höher ist als auf der Kontrollseite. (Den Ruheammoniakgehalt fanden wir nur dann erhöht, wenn beim Töten eine, wenn auch noch so kleine Zuckung aufgetreten war.) Der Sympathikus hat auf die Ammoniakbildung also auch eine Bremswirkung. Herr Gabbe berichtete eben, dass die freien Purinbasen nach Sympathektomie vermehrt seien. Vielleicht hängt die Ammoniakvermehrung damit zusammen, denn nach Embden soll das Ammoniak ja aus der Adenylphosphorsäure abgespalten werden.

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Referenzen

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • H. E. Büttner
    • 1
  1. 1.WürzburgDeutschland

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