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Biologische Bedeutung „wasserlöslicher Phosphatide“ Cranner

  • Werner Kollath
  • Gert Taubmann
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE)

Zusammenfassung

Der Influenzabazillus (Bazillus Pfeiffer) bedarf zu seinem Wachstum bekanntlich eines besonderen Zusatzes zum Nähragar, des Blutes. In diesem sind zwei verschiedene akzessorische, wachstumsfördernde Substanzen enthalten, die beide notwendig sind. Die eine ist der sogenannte X-Faktor, die mit dem roten Blutfarbstoff verwandt ist, die andere hat vitaminähnliche Eigenschaften und wird als V-Faktor bezeichnet. In früheren Arbeiten ist mitgeteilt, dass dieser Faktor isoliert aus Pflanzen gewonnen werden kann, wenn man frische oder kurz erhitzte Pflanzen bei Zimmertemperatur mit Wasser extrahiert. Die auf diese Weise erhaltenen Extrakte aus frischen Pflanzen werden durch Oxydation leicht unwirksam, aus erhitzten Pflanzen bleiben sie wirksam. Bei Versuchen, die in ihnen wirksamen Stoffe näher zu charakterisieren, stiessen wir auf die Arbeiten des Norwegers Hansteen Cranner, der nachgewiesen hat, dass bei wässeriger Extraktion lebender Pflanzen aus den lebenden Geweben ohne Störung der Lebenstätigkeit massenhaft Stoffe austreten, in denen bei der chemischen Analyse alle Bestandteile des Lezithins neben Salzen und Zuckern nachzuweisen waren. Das besondere Kennzeichen dieser Stoffe war, dass sie völlig klar wasserlöslich waren, so dass Cranner ihnen die Bezeichnung „wasserlösliche Phosphatide“ beilegte.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Werner Kollath
  • Gert Taubmann

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