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Das Volksbad pp 29-101 | Cite as

Bäder in geschlossenen Räumen

  • Deutschen Gesellschaft für Volksbäder in Berlin
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Zusammenfassung

Zur Wasserbeschaffung bedarf man fast allemal der Pumpen. Die Pumpen für Handbetrieb in ganz kleinen Bädern sollen den Tageswasserbedarf durch ein- bis zweimaliges, je 1/2 bis 1 Stunde dauerndes Pumpen durch einen Mann beschaffen können. Dampfpumpen, bei denen Motor und Pumpe am besten direkt gekuppelt sind, erfordern ein Kesselhaus mit entsprechend großer Tür, Kohlen-, Maschinen- und Materialraum sowie eine kleine Werkstatt. Kolbenpumpen haben einen volumetrischen Wirkungsgrad von etwa 0,9, einen mechanischen von etwa 0,8 und saugen das Wasser 6 m, in günstigen Fällen sogar 7 -f- 8 m an; Zentrifugalpumpen, die am besten mit dem Elektromotor auf eine Erdplatte montiert werden, müssen einen Saugkorb mit Ventil bekommen. Es gibt ihrer viele und bewährte Arten mit und ohne Schwungrad, einfache und doppelte. Nicht zu schneller Gang und passende Windkessel sind bei ihnen, zweckmäßig, um das Saugrohr anfüllen zu können. Sie geben einen mechanischen Wirkungsgrad von 0,4 ÷ 0,7 m (die kleineren den schlechteren) und saugen das Wasser 3 ÷ 5 m, die großen 5 ÷ 7 m an. Die Geschwindigkeit des Wassers in den Rohren darf bei kleinen Durchmessern 1,2 ÷ 1,3 m, bei großen nur etwa 1,0 m betragen und auch nicht mehr in den Ventilen. Der Pumpenabdampf soll stets zur Wassererwärmung benutzt werden, was bei Pulsometern schon durch ihre eigene Arbeitsweise geschieht, indem sie die Temperatur des geförderten Wassers um 2 ÷ 4°C erhöhen. Gasmotoren für den Antrieb der Pumpen durch Riemen erfordern wenig Raum und sind stets betriebsbereit, ebenso Benzinmotoren. Diese bedingen aber ebenso wie die Dieselmotoren einen feuersicheren Raum für Benzin oder Öllagerung sowie die Beschaffung von Transportgefäßen.

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Notes

Aufzeichnungen

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Deutschen Gesellschaft für Volksbäder in Berlin

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