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Ueber die Entwicklung des Kampfschiffes

  • Hüllmann

Zusammenfassung

Unter den vielen Geräten, die der vorwärts strebende Menschengeist ersonnen hat, um das trügerische Wasser befahren zu können, Geräte wie Boote aus Borkenrinde, aus geflochtenen mit Lehm abgedichteten Sträuchern, aus Tierfellen, die heute noch als Kelebs auf dem Tigris1) fahren, war nur der aus einem einzigen Baumstamme durch Aushöhlen hergestellte Einbaum entwicklungsfähig, der noch um Christi Geburt an unsern Küsten allgemein2) verwendet wurde. Nur der ungeteilte Holzstamm hat ohne weiteres die zum Fahren auf bewegtem Wasser erforderliche Festigkeit, und aus diesen bescheidenen Anfängen hat sich denn auch das seefähige Kriegschiff von heute entwickelt.

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Aufzeichnungen

  1. 1).
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  4. 2).
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  11. 1).
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  12. 2).
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  13. 3).
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  14. 1).
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  15. 2).
    S. Nikolaysen, Langskibet fra Gokstad. Christiania 1882.Google Scholar
  16. 3).
    Hier sind einzelne Knaggen in die Planken eingelassen und mit ihnen durch Nägel verbunden, s. Nikolaysen S. 54.Google Scholar
  17. 4).
    Heute noch in Schweden als Kirchen-und Gemeindeboot; s. Vogel. Anfänge deutscher Schiffahrt, Prähistor. Zeitschr., Bd. IV 1912 S. 15.Google Scholar
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  20. 1).
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  21. 2).
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  25. 6).
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  28. 3).
    Müller, S. 50.Google Scholar
  29. 4).
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  30. 5).
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  31. 6).
    Beim Rudern mußten die Schilde fortgenommen werden, weil sie die Ruderlöcher verdeckten; s. Nikolaysen, S. 63.Google Scholar
  32. 1).
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    Müller, S. 2 50Google Scholar
  38. 1).
    Die Entdeckungsreisen um 1500 wurden mit mittelgroßen Schiffen gemacht, die bessere Seeschiffe als die größeren Schiffe gewesen zu sein scheinen. Arenhold, Schiffb. Jahrb. 1906 S. 651.Google Scholar
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  40. 3).
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  42. 1).
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  43. 3).
    Arenhold, Schiffb. Jahrb. 1906 S. 636.Google Scholar
  44. 3).
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  45. 4).
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  46. 5).
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  47. 6).
    Hagedorn S. 28.Google Scholar
  48. 1).
    Kolderstock s. Arenhold, Schiffb. Jahrb. 1906 S. 663.Google Scholar
  49. 2).
    v. Jane S. 11.Google Scholar
  50. 3).
    Hagedorn S. 55: Vogel S. 478.Google Scholar
  51. 1).
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  54. 4).
    Berühmt seit 1500. Hagedorn S. 69. Lübeck hat an Schweden Kriegschiffe mit voller Besatzung geliefert.Google Scholar
  55. 1).
    Descharges, ein Schiffbauer in Brest; s. Schwarz, Entwicklung des Kriegsschiffbaues. Sammlung Göschen S. 51.Google Scholar
  56. 2).
    s. Arenhold, Schiffb. Jahrbuch 1906 S. 654. »Victory« 1735 im Kanal gekentert und mit 1000 Mann versunken (1870 Captain in d. Biskaya).Google Scholar
  57. 3).
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  58. 1).
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    Joseph Fürttenbach, Architektura navalis 1629 S. 115. Mitteil, aus dem Gebiete des Seewesens 1902 S. 1.Google Scholar
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    Luvstellung zuerst 1217 in der Schlacht bei South Foreland von den Engländern angestrebt. Die erste Schlacht der Engländer auf offener See. Rittmeyer, Seekriege S. 49 u. Arenhold, Schiffb. Jahrb. 1906 S. 638. Aehnlich 1340 bei Sluys.Google Scholar
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    Eiserner Panzer ist schon 1812 in Amerika vorgeschlagen. Stephens hat 1842 den Entwurf eines eisengepanzerten Kriegschiffes begonnen. Nach King, The warships of Europe, von einem Engländer S. 53.Google Scholar
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    Napoleon I 1803 zu. Metternich: Sind Sie nicht draußen dem Narren begegnet, der mit heißem Wasser über den Kanal fahren will? Ausgew. Kapitel der Technik 2, Aufl. 1908 S. 4.Google Scholar
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    1840 wurde die Schraube noch von englischen Admlrälen nach der Besichtigung eines kleinen Schraubendampfers auf der Themse als Antrieb für Kriegschiffe für unbrauchbar erklärt. King.Google Scholar
  69. 2).
    Gehärteter Schiffspanzer wird in Deutschland außer von Krupp nur von den Dillinger Hüttenwerken hergestellt.Google Scholar
  70. 3).
    Nachdem das von Anfang an erstrebte Ideal einer harten Oberschicht mit einer welchen Unterlage beim Krupp-Panzer 1895 erreicht ist, ist der Panzer nicht mehr wesentlich verbessert worden, und es besteht auch zunächst wenig Aussicht auf erhebliche Steigerung seiner Widerstandskraft.Google Scholar
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    Scientific American vom 7. April 1917.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1918

Authors and Affiliations

  • Hüllmann
    • 1
  1. 1.Rede des Rektors der Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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