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Die Malaria pp 70-120 | Cite as

Parasitologie

  • Bernhard Nocht
  • Martin Mayer

Zusammenfassung

Die Blutentnahme für Malariauntersuchungen erfolgt am besten am Ohrläppchen. Man wählt die tiefste Stelle, wischt mit Alkohol oder Äther ab und sticht mit flacher Nadel oder Skalpellspitze parallel zur Fläche des Ohrläppchens ein. Dann klafft der Schnitt beim Zusammenpressen mit Daumen und Zeigefinger. Am geeignetsten zum Stechen sind die Heintze und Blanckertzschen Impffedern Nr. 646. Vor den sog. Blutschneppern (Franckesche Nadel) möchten wir warnen, sie stechen leicht zu tief, auch sticht man leicht durch in den eigenen Finger, wobei direkte Malariaüberimpfungen vorkommen können.

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Literatur

  1. 1).
    Zu ihrem Studium eignet sich besonders Mäuse- und Rattenblut, das sie stets in großer Zahl enthält.Google Scholar
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    Als Kuriosum sei erwähnt, daß Laveran, der Vorkämpfer der Unitarier bei den Malariaparasiten trotz morphologischer Unterschiede, ganz im Gegensatz hierzu verschiedene tierische Trypanosomen meist auf Grund nur geringer biologischer Unterschiede (Virulenz und Pathogenität für einzelne Tiere) in eine ganze Anzahl neuer Arten aufgeteilt hat.Google Scholar
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    Er schreibt: „Wenn man will, kann man die Schizogonie der Makrogameten von Plasmodium auch als Parthenogenesis auffassen, man könnte dann die Abstoßung eines Teiles des Kerns mit der Richtungskörperbildung bei der Parthenogenese der Metazoeneier vergleichen. Ich persönlich halte die Anwendung von Bezeichnungen, die bei den vielzelligen Metazoen eine bestimmte und meist andere Bedeutung haben, bei den einzelligen Protozoen vorläufig eher für verwirrend als nutzbringend.” Die Unkenntnis der Schaudinnschen Originalarbeit hat überhaupt im In- und Auslände schon die merkwürdigsten Äußerungen gezeitigt.Google Scholar
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    Manchmal werden Zysten mit dunkelbraunem Inhalt angetroffen, die Roß als ,,black spores” zuerst beschrieben hat. Die Annahme, daß es sich dabei um Mischinfektionen mit anderen Parasiten handelt, scheint nach neueren Untersuchungen Brugs nicht zu stimmen. Brug zeigte nämlich, daß es sich um eine Chitinisierung des Zysteninhalts handelt (s. Abb. 18, 2).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1918

Authors and Affiliations

  • Bernhard Nocht
    • 1
    • 2
  • Martin Mayer
    • 1
    • 3
  1. 1.Instituts für Schiffs- und TropenkrankheitenDeutschland
  2. 2.Seew. II HamburgDeutschland
  3. 3.Res-Lazarett V. Abt. TropeninstitutHamburgDeutschland

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