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Vermögensopfer und Volksvermögen

  • I. Jastrow

Zusammenfassung

In den finanziellen Schwierigkeiten Deutschlands hat der Plan einer allgemeinen Abgabe vom Vermögen eine Steigende Bedeutung gewonnen. Seine Gegner haben sich im Laufe der Debatte wechselnder Gegengründe bedient. Zunächst wurde einer solchen Belastung der Name einer Steuer grundsätzlich bestritten. Wenn man von den vorhandenenen Vermögen durchschnittlich ein Viertel (oder mehr) wegnehmen wolle, so sei das keine Steuer mehr, sondern eine Konfiskation. Ich habe die Berechtigung dieses Gedankenganges stets anerkannt und ans den gleichen Erwägungen heraus sür die geplante Abgabe den Namen Vermögensopfer einzuführen gesucht1). So weit ersichtlich, ist diese Bezeichnung im Begriff sich einzubürgern. Auch ist diese veränderte Benennung nicht bloß als etwas Äußerliches anzusehen. Sie bringt vielmehr zum Ausdruck, daß es sich hier nicht darum handelt, der Steuerversassung ein neues Glied anzufügen, sondern darum, die zukünftige Steuerverfaffung zu entlasten2). Nachdem das Vermögensopfer als Gedanke sich durchgeseßt hatte, wurde seine technische Durchssührbarkeit bestritten. Aber die Verteidiger des Vermögensopfers3)

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • I. Jastrow
    • 1
  1. 1.Universität BerlinDeutschland

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