Wärmeausnutzung des Stromes, Elektrochemie und -metallurgie

  • Emil Kosack

Zusammenfassung

Äußerst vielseitig sind die auf der Wärmewirkung des elektrischen Stromes beruhenden Einrichtungen. Hierher gehören in erster Linie die elektrischen Kochapparate, die sich einer immer steigenden Beliebtheit erfreuen. Sie besitzen als wesentlichen Bestandteil einen Heizkörper, der in den elektrischen Stromkreis eingeschaltet wird und meistens aus Draht von hohem Widerstand oder auch, wie bei den Apparaten der Gesellschaft „Prometheus“, aus einer äußerst dünnen, in Glimmerstreifen eingeätzten Silberschicht besteht. Am günstigsten verhalten sich die direkt beheizten Kochgefäße. Bei diesen werden durch sorgfältige Wärmeisolation Verluste nach außen tunlichst vermieden, so daß die im Heizkörper entwickelte Wärme nahezu völlig auf das Innere des Gefäßes übertragen wird. Bei den Heizplatten wird dagegen die entwickelte Wärme indirekt an die auf sie gesetzten Gefäße übertragen. Da hierbei ein größerer Teil der Wärme durch Strahlung verloren geht, so werden sie meistens nur zum Warmhalten der Speisen benutzt. Hinsichtlich bequemer Handhabung sind die elektrischen Kochapparate wohl kaum noch zu übertreffen. Ferner zeichnen sie sich durch große Haltbarkeit aus. Bei einem geeigneten Stromtarif ist das elektrische Kochen auch durchaus wirtschaftlich. Viele Elektrizitätswerke sind in der Lage, die elektrische Energie für Kochzwecke zu einem entsprechend geringen Preise abzugeben, da das Kochen vorwiegend in die Tageszeit fällt, in der die Werke nicht voll ausgenutzt sind.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

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  • Emil Kosack

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