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Wechselstrommotoren

  • Emil Kosack

Zusammenfassung

Da eine jede Gleichstromdynamomaschine auch als Motor verwendbar ist, so liegt die Frage nahe, ob diese Umkehrbarkeit auch bei Wechselstrommaschinen besteht. Zu ihrer Beantwortung sei auf Fig. 185 verwiesen, die einen Teil einer Einphasenmaschine darstellt. Die Spule 1–2 des Ankers werde in einem bestimmten Augenblicke in der durch Kreuz und Punkt gekennzeichneten Richtung von dem der Wicklung zugeführten Wechselstrom durchflossen. Die durch Gleichstrom erregten Pole N und S des zunächst stillstehend gedachten Magnetrades mögen sich etwa mitten unter den die Spule enthaltenden Nuten befinden. Der Strom habe gerade seinen Höchstwert erreicht. Zwischen den vom Strome durchflossenen Drähten und den Magnetpolen tritt nun eine Kraftwirkung auf, die, wie mit Hilfe der Amperesehen Regel festgestellt werden kann, das Magnetrad in der durch den Pfeil angegebenen Richtung zu drehen sucht. Ehe aber noch die mechanische Trägheit des Rades überwunden und dieses in Bewegung gelangt ist, hat der Strom seine Richtung gewechselt, und die Kraft wirkt daher nunmehr im entgegengesetzten Sinne. Die Richtung der Kraft wechselt also ebensooft, wie der Strom seine Richtung ändert, und eine Drehbewegung des Rades ist unter diesen Umständen völlig ausgeschlossen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Emil Kosack

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