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Zur Theorie und Technik der Golgi-Methode

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Zusammenfassung

Bei meinen Untersuchungen über das intrakardiale Nervensystem des Frosches1) mittels der doppelten raschen Chromsilberimprägnations-methode war mir aufgefallen, daß für das Zustandekommen der Imprägnation die Konzentration der Osmiumsäure, insbesondere im zweiten Chromosmiumgemisch von großer Bedeutung war: Wurde zu wenig Osmiumsäure genommen, so bildeten sich im Inneren des Präparates viel diffuse Niederschläge, und die Nervenimprägnation war schlecht. Wurde zuvielOsmiumsäure zugesetzt, so fand die Silberimprägnation nicht statt, es bildeten sich aber auch keine Niederschläge im Präparate. Ferner war es für das gute Gelingen der Imprägnation wesentlich, daß die Präparate nach der Übertragung in die Silbernitratlösung noch etwas Osmiumsäure enthielten. Aber es durften auch nur Spuren davon vorhanden sein. War zuviel Osmiumsäure in die Silberlösung mit herübergenommen worden, so schien es mir zweckmäßig, die Gefäße nach einem Tage offen stehen zu lassen, so daß die Osmiumsäure.allmählich verdunstete. Ich vermutete, daß ich diesem Verfahren die große Reinheit meiner Präparate von Niederschlägen zu verdanken hatte, die allen die sie gesehen haben, auffiel. Da ich der Meinung war, daß man auf Grund derartiger Beobachtungen vielleicht Aufschluß über das Wesen der Methode erhalten könnte, bin ich den Dingen weiter nachgegangen, und bin jetzt in der Lage: l. einige Punkte, die für das Gelingen der Methode wesentlich sind, präzise hervorzuheben, sowie 2. anzugeben, wie man aus in Müllerseher Lösung gehärteten Präparaten des Zentralnervensystems mit den einfachsten Hilfsmitteln, insbesondere auch ohne Verwendung von Osmiumsäure, ganz ausgezeichnete Imprägnationsbilder erzielen kann.

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Notes

Literaturverzeichnis

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  8. 2).
    Man kann daher auch Schlfwhthausmaterial noch sehr wohl verwenden.Google Scholar
  9. 3).
    Herrn Kollegen Jores bin ich für die Überlassung von menschlichem Material zu Dank verpflichtet.Google Scholar
  10. 4).
    Das hängt aber möglicherweise bloß von der Konzentration der Silbernitratlösung ab. Das jahrealte Ziegengehirn, mit dem ich früher arbeitete, gab mit 2proz. angesäuerter Silbernitratlösung unreine, mit 1 proz. angesäuerter Silbernitratlösung dagegen niederschlagsfreie Präparate. Ich verfüge im Augenblick nicht über genügend altes Material, um dieser Detailfrage nachzugehen.Google Scholar
  11. 1).
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1917

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