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Weitere Untersuchungen über die Lymphocyten und ihre Zellkörner

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Zusammenfassung

Im Jahre 1905 gelang es mir in Marburg, in den menschlichen Lymphocyten mit Methoden, die sich auf der Altmannsehen Granulafärbung aufbauten, um den Kern herum plump-stäbchenförmige Zellkörner nachzuweisen1). Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder mein Augenmerk auf diese Zellkörner gerichtet und durch verbesserte Färbungsmethoden und durch Vergleich mit anderen Färbungen und anderen Zellen versucht, über diese Dinge nach jeder erdenkbaren Richtung hin Klarheit zu schaffen. Ich will an dieser Stelle nicht auf die Bedeutung und Erklärung der körnigen und fädigen Bestandteile undifferenzierter und differenzierter Zellen eingehen, da eine solche Betrachtung nur auf breiter Grundlage des Studiums der verschiedensten, menschlichen und tierischen Gewebe geschehen kann, und die letzten Arbeiten von Meves2) und das Referat Bendas3) gezeigt haben, daß noch große Unklarheit auf diesem Gebiete herrscht. Es soll hier allein meine Aufgabe sein, die mit den Altmannschen Methoden darstellbaren Zellbestandteile der lymphocytären Zellen zu schildern und zu versuchen, aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen Schlüsse zu ziehen, die nicht nur hinsichtlich dieser Zellen sondern vielleicht auch für Zellfragen allgemeiner Art ihre Bedeutung haben können. Ich werde daher heute, um nichts vorwegzunehmen, auch keine der für die körnigen oder fädigen Bestandteile des Zelleibes gebräuchlichen Bezeichnungen, die immerhin mehr oder minder Bestimmtes über diese Dinge aussagen wollen, benutzen, sondern nur den auf die Form dieser Bestandteile sich grünidenden Ausdruck Körner oder Fäden anwenden, auch wenn es sich zeigen sollte, daß wir das Recht haben, diese Gebilde als etwas Bestimmtes aufzufassen und von anderen, bei unseren Darstellungsmethoden ähnlichen Zellbestandteilen zu unterscheiden.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1917

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