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Schiffbau

  • Rudolf Sodemann

Abstract

Die Verwendung von Hölzern im Schiffbau ist eine äußerst mannigfaltige, kann man doch leicht über 50 verschiedene Holzarten aufzählen, die zum Bau der schwimmenden Gebäude gebraucht werden und daher auf einer großen Werft mit vielseitigem Reparaturbetrieb mehr oder weniger vorrätig sein müssen. Es sind dies nicht nur unsere einheimischen Hölzer, als: Föhre oder Kiefer, Fichte, Tanne, Rot- und Weißbuche, Ahorn, Pappel, Eiche, Erie, Esche, sondern auch solche, welche von weit her über das Meer zu uns kommen, wie Teak, Pitch-pine, Oregon-pine, Pockholz und die australischen Harthölzer Jarrah, Moa usw. Nach meiner Erfahrung konnen unsere einheimischen Hölzer roh oder veredelt in sehr vielen Fällen mit den ausländischen Holzarten in Wettbewerb treten; häufig ist es nur der Reiz des „Fremdländischen“ oder Unkenntnis der Eigenschaften der Hölzer, welche dazu führen, die deutschen Holzarten auszuschließen, obgleich diese billiger sind und meist denselben Zweck erfüllen, wie die überseeischen. Wir werden im folgenden sehen, daß man die einheimischen Holzarten, vor allen Dingen die sehr in Mißkredit geratene Rotbuche, sehr stiefmütterlich behandelt, trotzdem diese Hölzer infolge ihrer durch den Veredelungsprozeß verbesserten Eigenschaften und ihrer billigen Preise mit den auslandischen Holzern durchaus in Wettbewerb treten können. Man sollte daher nicht nur vom volkswirtschaftlichen, sondern auch vom kaufmännischen Standpunkte aus bestrebt sein, sich mehr als bisher im Schiffbau den einheimischen Holzarten zuzuwenden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1916

Authors and Affiliations

  • Rudolf Sodemann
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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